Devisen

Der Devisenmarkt ist mit einem täglichen Umsatz von 5,3 Billionen US-Dollars der größte Marktplatz der Welt. Aufgrund der Zeitverschiebung verläuft der Handel praktisch rund um die Uhr, automatisierte Handelssysteme erlauben, dass die Trades ohne Beisein der Händler stattfinden. Im Devisenhandel muss zwischen zwei Ausprägungen unterschieden werden. Der klassische Handel heißt Spothandel. Dieser wurde von institutionellen Anlegern durchgeführt. Beim Spot erwirbt der Trader die Devisenposition tatsächlich. Da die Kursgewinne in der Regel auf der vierten Nachkommastelle erzielte werden (Ausnahme der Yen, hier auf der Zweiten), müssen entsprechende große Volumina im sechs- und siebenstelligen Bereich gehandelt werden, damit ein nennenswerter Ertrag für die Akteure, Banken, Versicherungen und Konzerne, erzielt wird. Kaum ein privater Anleger kann in dieser Größenordnung mithalten.

Mit dem Internet entstand eine neue Spezies der Devisenbroker, die Forexbroker. Der Forex- oder FX-Handel zielt auf die Gruppe der privaten Investoren ab. Obwohl hier auch sechs- oder siebenstellige Summen getradet werden können, ist die Vorgehensweise eine völlig andere. Forex fällt unter die Gruppe der Derivate. Handelsgegenstand ist also ein Finanzinstrument, keine Ware oder Devise.

Broker
Max-Hebel
Spread
Besuchen
avatrade

400:1

3 Pips

avatrade
etoro

400:1

3 Pips

etoro
fxpro

500:1

1,2 Pips

frpro
marketscom

200:1

3 Pips

marketscom
plus500

50:1

Ab 2 Pips

plus500
varengold

200:1

1,48 Pips

varengold
xm

888:1

Ab 1,0 Pips

xm

Forex – große Summen für kleines Geld

Der Forexhandel basiert, ebenso wie der CFD-Handel auf einem Hebel. Der Trader erwirbt nicht die Devise selbst, sondern ein abstraktes Recht an einem Devisenpaar. Das Handelsvolumen kann einem Lot, dem Hunderttausendfachen einer Währungseinheit, einem Mini- oder einem Microlot, dem Zehntausendfachen oder dem Tausendfachen, entsprechen. Das heißt jedoch nicht, dass bei einem Trade von 100.000 Euro gegen USD 100.000 Euro eingebracht werden müssen. Der Broker setzt für die einzelnen Devisenpaare einen sogenannten Hebel fest. Liegt dieser bei EUR USD bei 1 : 200, so beträgt der Einsatz des Traders nur 500 Euro. Dieser Betrag, die Margin, gilt als eine Form von Sicherheitsleistung. Verläuft der Trade im Geld, erhält der Anleger den vollen Gewinn, nicht nur prozentual, entsprechend dem Hebel. Verläuft der Trade nicht im Geld, ist die Margin, zumindest teilweise verloren. Eine Stopp-Lossfunktion auf der Handelsplattform ermöglicht es, den Handel bei negativem Kursverlauf vorzeitig abzubrechen.

ETC-Broker vs Market Maker

Vor dem Einstieg in den Handel mit Devisen steht für einen Anleger die Auswahl eines geeigneten Brokers. Bei den Anbietern muss zwischen zwei Varianten unterschieden werden. Die ETC-Broker stellen die Kurse nicht selbst, sondern leiten die Orders ihrer Kunden direkt in den Markt weiter. Diese Art des Brokerages wird auch als Non-Dealing Desk bezeichnet. Dieser Gruppe stehen die Market Maker gegenüber. Market Maker stellen die Kurse selbst, wetten also faktisch gegen ihre eigenen Kunden. Non-Dealing Desks sind in Bezug auf die Kurse die transparentere Lösung. Abgesehen von diesem grundlegend unterschiedlichen Vorgehen differieren die Broker allerdings auch noch in praktisch allen anderen Bereichen. Dazu zählt die Höhe des Hebels, die Anzahl der handelbaren Währungspaare, die Kommission für den Broker, der Spread und die Höhe der Mindesteinlage auf das Handelskonto. Die Frage für Sie als Einsteiger lautet also, welches Kriterium ist bei der Brokerauswahl das Entscheidende.

Ausbildung ist das A und O

Für Einsteiger gilt bei der Auswahl des Brokers nicht die Anzahl der Währungspaare oder die Höhe des Hebels als ausschlaggebende Grundlage. Der Handel mit Devisen muss erlernt werden, wenn es sich nicht um ein Glücksspiel mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 50 Prozent handeln soll. Vor diesem Hintergrund sind es die Ausbildungsangebote und ein kostenloses Demokonto, welche die Entscheidung zugunsten eines Anbieters beeinflussen sollten. Nicht alle Broker stellen ein Demokonto zeitlich unbegrenzt zur Verfügung. Je länger der Zeitraum währt, um so besser. Die Ausbildung sollte sich nicht auf einen Fragekatalog und ein eBook beschränken. Hier sind Webinare, Tutorials, aber auch Präsenzseminare die Punkte, die zu einer Kontoeröffnung führen sollten. Viele Anbieter werben mit einem hohen Bonus auf die Ersteinlage.

Handelsplattform ist die Grundlage

Dieser Bonus bringt aber wenig, wenn die Möglichkeit fehlt, sich zunächst ausführlich mit der Handelsplattform zu beschäftigen, ohne gleich echtes Geld einsetzen zu müssen. Die Handelsplattform stellt die unterschiedlichsten Analysetools für den Markt zur Verfügung. Chartanalyse ist das Erste, was es zu erlernen gilt. Die Chartanalyse ist die Voraussetzung, dass der Trader in den Kurven und Balkendiagrammen die Handelssignale erkennt. Im Forex wird nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse gesetzt. Die Wahl der richtigen Handelsstrategie ist also der Schluss aus Chartanalyse und Handelssignalen. Neben der Ausbildung und dem Demokonto bedarf es also noch eines weiteren Umstandes, wenn Sie erfolgreich in den Forexhandel einsteigen möchten. Sie benötigen die Geduld, erst dann mit realem Geld zu traden, wenn Sie sich sicher auf der Plattform bewegen.

Die Plattformen bieten vollautomatische Handelssysteme. Das bedeutet, dass Sie lediglich die Eckdaten eingeben, wann der Trade zu welchen Bedingungen ausgeführt werden soll, das System erledigt alles Weitere, ohne dass eine permanente Präsenz vor dem Bildschirm notwendig ist. Auf der anderen Seite sind die Plattformen natürlich auch für den Einsatz auf mobilen Endgeräten optimiert, sei es als App, sei es als spezieller Webbrowser. Wer sich von unterwegs ein Bild von seinen offenen Trades machen möchte, kann dies bei jedem Anbieter tun. Forex ist spannend und bietet überdurchschnittliche Renditen, eine gründliche Ausbildung und die notwendige Geduld dafür vorausgesetzt.