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Blockchain-Technologie – Zahlungssystem von morgen?

Das Zahlungssystem von morgen könnte schon bald digitale Realität werden, denn die Blockchain-Technologie ist auf dem Vormarsch. Was steckt dahinter und wie kann man an dieser Revolution teilhaben?

Blockchain Technologie

Bild: Transaktionen basierend auf Blockchain-Technologie sind jetzt schon möglich / Bildquelle: Steve Heap – 616421627 / Shutterstock.com

Die Blockchain-Technologie könnte nicht nur die digitale Welt, sondern auch die Finanz- und Handelswelt grundlegend auf den Kopf stellen. Gerade deswegen befassen sich mehrere hundert neu gegründete Unternehmen und Start-Ups mit dieser noch relativ neuen Technologie. Der bekannteste und populärste Blockchain-Auswuchs ist die dezentrale und völlig digitale Bitcoin-Währung, auf die auch keine Banken Einfluss haben. Viele, die sich auch nur marginal mit dem Internet beschäftigen, haben wahrscheinlich schon von Bitcoins und Blockchains gehört, die wenigsten werden wissen, was genau dahinter steckt.

Warum Blockchain?

Idee und Ziel der Blockchain-Technologie ist es, den Werteaustausch zu dezentralisieren. Anstatt einer Autoritätsinstanz die Aufsicht zu übertragen, welche die Kontrolle über Transaktionen oder Vertragsschließungen haben und dafür hohe Gebühren verlangen, werden diese Mittelsmänner vollkommen ausgeklammert. Daraus ergeben sich einige Vorteile für den Zahlungsverkehr, die konventionelle Bankkunden momentan noch nicht genießen:

  • es fallen kaum Gebühren an
  • Name und Adresse oder eine Kartennummer müssen nicht angegeben werden
  • die Transaktion kann sofort geschehen und ist nicht von den Bearbeitungszeiten einer Bank abhängig

Blockchain – Was ist das?

Es geht hierbei allerdings nicht allein um die Veränderung des Finanzsystems. Die berühmteste digitale Währung, nämlich Bitcoin, scheint in Wirklichkeit nur der Anfang zu sein. Das Prinzip lässt sich nämlich auf jede Vertragsart anwenden. Im Grunde handelt es sich nämlich bei den Blockchains um digitale Verträge oder sogenannte „Smart Contracts“. Die Verwaltung dieser Daten spielt sich auf vielen verschiedenen Computern ab, findet also dezentralisiert statt.

Wie funktioniert Blockchain?

Jede Art von Information kann verarbeitet werden. Diese wird dabei in eine Art Block abgelegt. Es handelt sich um kleinere Dateien wie z.B:

  • Kaufverträge
  • Aktien
  • Überweisungen
  • jede andere Art von Verträgen

Diese Informationen müssen natürlich überprüft und anschließend versiegelt werden. Hierfür sind sogenannte Miner zuständig, also ebenfalls Nutzer, die ihren eigenen Computer und dessen Rechenleistung anbieten, um die umfangreichen Daten zu verarbeiten. Dafür werden die Miner sogar entlohnt.

Wie sicher ist Blockchain?

Durch den Verifizierungs- und Versiegelungsprozess sind die Informationen in der Blockchain geschützt. Die Informationen werden nicht auf einen zentralen Server gespeichert. Deswegen ist es überaus schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, die Daten zu manipulieren. Für die Teilnahme an einem Blockchain-System ist eine spezifische Software notwendig, die auch als „Wallet“ bezeichnet wird. Der Nutzer erhält zwei Schlüssel, einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel:

  • öffentlicher Schlüssel: Vergleichbar mit einer Kontonummer, allerdings in der Form einer Adresse, die für jeden sichtbar ist – hierhin werden z.B. bei Bitcoin die notwendigen Beträge transferiert
  • privater Schlüssel: ist einer PIN-Nummer oder einem Passwort ähnlich, das man allerdings nicht herleiten kann, und somit nicht zu knacken ist – der private Schlüssel ist eine Signatur, welche einer Transaktion erst Gültigkeit verleiht

Welche Arten von Blockchains gibt es?

Die Blockchain-Technologie lässt sich für verschiedene Gebiete anwenden, weil viele unterschiedliche Daten verarbeitet und gespeichert werden können. Hier ein paar Beispiele:

Blockchain-Gebiet Erläuterung
Bitcoin Mit dieser populären, digitalen Kryptowährung lassen sich Waren kaufen, allerdings können Nutzer dabei vollkommen anonym bleiben. Das System funktioniert Peer-to-peer, also von Heimcomputer zu Heimcomputer. Es ist keine Institution dazwischen geschaltet. Der Wert der Bitcoins ist durch die Nachfrage geregelt, also unabhängig von anderen, äußeren (z.B. politischen) Faktoren.
Musiccoin Hier werden Urheberrechte, Verkauf, Lizenzgebühren, also Arbeiten und rechtliche Aufgaben, für die normalerweise Musiklabels zuständig sind, in sogenannten Smart Contracts vereint und in den Blockchains gespeichert werden. Fans oder Interessenten können auf diese Weise so viel an einen Musiker zahlen, wie sie möchten, auch wenn es eine Mindestbezahlung geben soll. Der Musiker wird in Musiccoins bezahlt, aber hat die absolute Kontrolle über seine Musik.
BitCongress Die Manipulation von demokratischen Wahlen ist heutzutage in aller Munde. Wahlen, die durch die Blockchain-Technologie unterstützt werden, könnten solche Manipulationsversuche wesentlich schwieriger machen.
Reddcoin Reddcoins können mittels Bitcoins gekauft werden. Bei Reddcoin handelt es sich vor allem um eine digitale Währung, die im Social Media-Bereich Fuß fassen soll. Hier sollen also vor allem über die sehr populären sozialen Netzwerke Geld transferiert oder kleine Spenden bzw. Micro-Donations für gute Inhalte getätigt werden.

Tabelle: Wenn die Technologie Fuß fasst und immer mehr Menschen ihre Scheu vor dem Unbekannten ablegen, könnte die Blockchain-Technologie nicht nur das Finanzwesen umkrempeln.

Wo Blockchain-Technologie studieren?

Die Möglichkeiten, in diesem sehr neuen und sehr spezifischen Bereich ein Studium zu finden, sind momentan noch sehr begrenzt. In den USA steigt die Nachfrage allerdings jetzt schon massiv, so dass diverse Universitäten auf der ganzen Welt entsprechende Kurse anbieten und auf dem Gebiet forschen. Beispiele sind:

  • Massachusetts Institute of Technology (MIT)
  • University College London
  • Cambridge University
  • Mary’s University School of Law
  • Johns Hopkins University
  • Universität von Nikosia auf Zypern

Fazit: Ein Studiengang im Bereich Blockchain-Technologie zu finden, sollte schwer sein. Aufgrund der großen Nachfrage bieten aber einige Universitäten vor allem in den USA einige Kurse an. Die Technologie hat jedenfalls Zukunft und könnte unsere globale Wirtschaft nachhaltig verändern. Es kann also nicht schaden und sich auch finanziell lohnen, sich frühzeitig damit zu beschäftigen.

Bildquelle: Steve Heap – 616421627 / Shutterstock.com

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Von welchen Faktoren hängt die Kreditsumme ab?

Gerade bei größeren Finanzierungsvorhaben fragen sich die Betroffenen des Öfteren, wie viel Kredit eigentlich in der eigenen Situation möglich ist. Nur so lässt sich nämlich feststellen, ob die gewünschte Immobilie, das ausgewählte Auto oder auch der ersehnte Urlaub tatsächlich finanzierbar sind. Darüber hinaus spielt die Frage sicherlich auch einem Dispositionskredit eine nicht unwichtige Rolle. In diesem Artikel soll deshalb genau aufgezeigt werden, von welchen Faktoren die individuelle Kreditsumme abhängt und wie Kreditnehmer diesbezüglich kalkulieren können.

Wovon hängt die mögliche Kredithöhe ab?

kreditsumme

Bild: Wie viel Kredit bekomme ich – von welchen Faktoren hängt die Kreditsumme ab, Quelle: BurAnd – 523421563/ shutterstock.com

Als Kreditgeber kann eine Bank von einem Darlehen erheblich profitieren, denn sie erwirtschaftet Zinseinnahmen. Im Gegenzug dazu geht sie jedoch auch immer ein gewisses Risiko ein. Kann der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen und fallen auch eventuelle Sicherheiten aus, bleibt die Bank am Ende auf ihren Forderungen sitzen. Aus diesem Grund erfolgt vor jeder Kreditvergabe eine Überprüfung des Kreditnehmers sowie seiner finanziellen Möglichkeiten. Anhand derer werden nicht nur die individuellen Zinsen berechnet, sondern auch festgelegt, ob ein Kredit in einer gewissen Höhe überhaupt vergeben wird. Die mögliche Kredithöhe hängt dabei ganz grundsätzlich von folgenden Faktoren ab:

1. Die Kreditart

Je nach Art und Konstruktion des jeweiligen Kredits fällt die Kredithöhe sehr unterschiedlich aus. Dies liegt unter anderem an der Art der Besicherung. Während eine Immobilienfinanzierung mit einer Grundschuld auf das jeweilige Objekt abgesichert wird, verlangt eine Bank bei einem Dispokredit beispielsweise lediglich eine Abtretung von Lohn und Gehalt. Somit dürfte klar sein, dass die Kreditsummen dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

2. Die persönliche Bonität

Innerhalb einer Kreditart ist die persönliche Bonität definitiv der wichtigste Faktor für die mögliche Kredithöhe. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Fokus:

  • Wie hoch sind die regelmäßigen Einkünfte?
  • Welche festen Ausgaben sind einzukalkulieren?
  • Existieren Sicherheiten (Vermögen, Grundstücke)?
  • Inwieweit ist der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen bisher nachgekommen (SCHUFA-Abfrage, Scoring)

Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, ob überhaupt ein Kredit vergeben wird und in welcher Höhe eine Kreditvergabe grundsätzlich vertretbar ist.

3. Der Zinssatz

Da bei einem Ratenkredit neben der Kreditsumme auch immer eine Zinsrate mitbezahlt werden muss, bestimmen die Zinsen also in gewisser Höhe auch die Rückzahlungsrate. In einer Hochzinsphase sind dabei also tendenziell niedrigere Kreditsummen möglich als in Niedrigzinsphasen. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen:

Kredit I Kredit II
Kreditsumme 15.000 Euro 15.000 Euro
Effektiver Jahreszins 2,50% p.a. 8,99% p.a.
Laufzeit 4 Jahre 4 Jahre
Rückzahlungsrate (im Monat) 328,52 Euro 370,71 Euro

Tabelle 1: Beispiel für die Auswirkungen des Zinssatzes auf die Rückzahlungsrate!

Im Fall von Kredit II muss der Darlehensnehmer also über 40 Euro mehr pro Monat bezahlen, um das gleiche Darlehen in der gleichen Zeit abzuzahlen. Sollte dies sein Budget übertreffen, muss er eventuell die Kreditsumme drosseln oder die Bank wird einen Kredit in der gewünschten Höhe aufgrund der Daten eventuell nicht vergeben.

4. Die Laufzeit

Da auch die Laufzeit einen erheblichen Einfluss auf die Rückzahlungsrate hat, kann auch sie die mögliche Kredithöhe bestimmen. Zu diesem Zweck wird das obige Beispiel leicht abgewandelt:

Kredit I Kredit II
Kreditsumme 15.000 Euro 15.000 Euro
Effektiver Jahreszins 3,00% p.a. 3,00% p.a.
Laufzeit 2 Jahre 8 Jahre
Rückzahlungsrate (im Monat) 644,45 Euro 175,67 Euro

Tabelle 2: Beispiel für die Wirkung der Laufzeit auf die Rückzahlungsrate!

Wird die Laufzeit gestreckt, senkt dies die Rückzahlungsrate mitunter erheblich. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass der Kreditnehmer bei der langen Laufzeit insgesamt betrachtet viel höhere Zinskosten auf sich nehmen muss.

Mögliche Kreditsumme beim Dispositionskredit

Ein Dispositionskredit ist bei der eigenen Hausbank nicht selten ohne einen formalen Antrag zu bekommen. Trotzdem findet im Hintergrund natürlich eine Bonitätsprüfung statt. Diese beschränkt sich jedoch auf eine SCHUFA-Abfrage und auf die Kontobewegungen des Kreditnehmers. Anhand der regelmäßigen Geldeingänge kann die Bank abschätzen, bis zu welchem Betrag eine Kreditlinie möglich ist. Im Normalfall setzen Banken als grobe Richtschnur folgende Werte an:

  • Das 2-3fache der regelmäßigen Geldeingänge (Lohn, Gehalt)
  • Bei weiterem Vermögen auf Sparkonten (Depot, Tagesgeldkonto) bei der gleichen Bank kann die Kreditlinie auch höher ausfallen

Der Dispokredit wird dabei als Kreditlinie vergeben und kann jederzeit ganz oder teilweise zurückgezahlt werden. Allerdings hat auch die Bank das Recht, einen Dispokredit zu kündigen und die Bezahlung der offenen Beträge zu verlangen.

Mögliche Kreditsumme bei einem Ratenkredit

Ein herkömmlicher Ratenkredit wird im Normalfall als Annuitätendarlehen mit gleichbleibenden Rückzahlungsraten pro Monat vergeben. Hierbei erfolgt bereits eine etwas ausführlichere Bonitätsprüfung. Neben der obligatorischen SCHUFA-Auskunft und eventuellen Abfragen bei anderen Auskunfteien müssen Kreditnehmer bereits bei der Kreditanfrage Daten zu ihren regelmäßigen Einkünften und Ausgaben tätigen:

So wird die maximal mögliche Kreditrate ermittelt

Einkommen

(Arbeitseinkommen, Einkünfte aus Kapitalanlagen, Mieteinnahmen)

Ausgaben

(z.B. Miete, Energie, Hygieneartikel, Lebensmittel, Beiträge für Clubs und Vereine, Versicherungen, private Altersvorsorge, Kredite)

Rücklagen

(Ersatzanschaffungen, Reparaturen fürs Auto, Urlaubskasse, Notreserve)

=

Die maximal leistbare Rate

Tabelle 3: Berechnungsschema für die Ermittlung der maximalen Kreditrate

Aus dieser Rechnung lässt sich einfach ersehen, wie hoch die Kreditrate pro Monat maximal ausfallen darf. In diesem Fall kann die monatliche Belastung allerdings durch eine längere Laufzeit noch etwas gesenkt werden. Am Ende kommt es auch darauf an, welche Kosten der Kreditnehmer zu tragen bereit ist. Je länger die Laufzeit eines Kredits, desto höher fallen nämlich die Zinskosten aus, wie das obige Beispiel zeigt:

Kredit I Kredit II
Kreditsumme 15.000 Euro 15.000 Euro
Effektiver Jahreszins 3,00% p.a. 3,00% p.a.
Laufzeit 2 Jahre 8 Jahre
Rückzahlungsrate (im Monat) 644,45 Euro 175,67 Euro
Zinskosten 466,79 Euro 1.864,12 Euro

Tabelle 4: Beispielrechnung für die Auswirkung der Laufzeit auf die Zinskosten

Der hohe Unterschied erklärt sich aus dem großen Zeitraum und den jährlich berechneten Zinsen. Es wird nur wenig getilgt und dementsprechend über einen langen Zeitraum hinweg auf eine verhältnismäßig hohe Summen Zinsen gezahlt.

Mögliche Kreditsumme bei einer Baufinanzierung

Bei einer Baufinanzierung ist die Haushaltsrechnung wie beim Ratenkredit ebenfalls angesagt. Darüber hinaus ist hier jedoch die Kreditsumme immer sehr stark auf das jeweilige Objekt zugeschnitten. Da die Besicherung im Regelfall über eine Grundschuld auf die Immobilie erfolgt, spielt auch dieser Aspekt eine nicht unwichtige Rolle bei der Finanzierbarkeit einer Immobilie. Aber auch unabhängig davon lässt sich zunächst die maximale Kreditsumme ermitteln:

Maximale Kreditrate x 12 Monate x 100

———————————————–

Zinssatz (in Prozent) + Tilgung (in Prozent)

Liegt dem Kreditnehmer also ein Angebot für eine Baufinanzierung mit einem gebundenen Sollzins von 2% vor und er entscheidet sich für eine anfängliche Tilgung 2%, kann er bei einer Kreditrate von 800 Euro maximal eine Kreditsumme in Höhe von 240.000 Euro erhalten. Dies funktioniert allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Beleihung der Immobilie dies auch hergibt. Somit ergeben sich für die Finanzierbarkeit einer Immobilie zwei weitere wichtige Faktoren:

1. Der Beleihungswert der Immobilie

Der Beleihungswert einer Immobilie ist der Geldbetrag, der sich auch langfristig betrachtet auf dem Markt mit einem Verkauf erzielen lässt. Dabei werden bereits Risikoabschläge für eventuelle Wertveränderungen der Lage und ähnliches vorgenommen. Im Normalfall liegt der Beleihungswert einer Immobilie immer etwas unterhalb des Verkehrswertes. Dazu kommt, dass viele Banken bei ca. 80% des Beleihungswertes ihre absolute Beleihungsgrenze ansetzen.

2. Das Eigenkapital des Kreditnehmers

Als Eigenkapital werden bei einer Baufinanzierung die Eigenmittel des Kreditnehmers bezeichnet. Je höher der Anteil von Eigenkapital am Kaufpreis der Immobilie, desto niedriger fällt die Beleihung aus. Während 20-30% eigenkapital gängige und gute Werte darstellen, kann bei 50% Eigenkapital bereits von einer komfortablen Finanzierungssituation gesprochen werden. In Bezug auf das obige Beispiel würde dies bedeuten, dass der Kreditnehmer selbst noch einmal über 240.000 Euro verfügt und somit eine Immobilie mit einem Kaufpreis von 480.000 Euro finanzieren könnte. Solche Fälle sind in der Praxis jedoch eher selten.

Wie sich unschwer erkennen lässt, ist die Frage nach der möglichen Kreditsumme im Fall einer Baufinanzierung etwas komplizierter. Wer jedoch seine maximal zahlbare Kreditrate bereits kennt, hat bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Darüber hinaus sollte zudem ein Eigenkapitalanteil von 20-30% des Kaufpreises zur Verfügung stehen, um am Ende kein Problem mit der Beleihung und eventuell zu hohen Zinsen zu bekommen.

Tipp
Beim Bau einer Immobilie können Kreditnehmer bekanntlich Eigenleistungen erbringen. Mit handwerklichem Geschick oder entsprechender Expertise lassen sich Renovierungsarbeiten durchführen oder die Außenanlagen selbst gestalten. Banken erkennen Eigenleistungen in vielen Fällen mit bis zu 15% des Kaufpreises als Eigenkapital an. Trotzdem ist hier eine genaue Planung erforderlich, um sich selbst am Ende nicht zu viel zuzumuten.

Fazit

Die Frage „Wie viel Kredit kann ich mir leisten“ wird von potenziellen Kreditnehmern nicht selten gestellt. Am Ende lässt sich dazu sagen, dass es immer auf die jeweilige Kreditart, die Bonität sowie die Konditionen der Darlehen ankommt. Auf Basis dieser Daten sowie des eigenen finanziellen Spielraums lässt sich am Ende ermitteln, was ein Kreditnehmer am Ende monatlich finanziell bewältigen kann. Bei einer Baufinanzierung müssen zudem zusätzlich Aspekte wie Eigenkapital und Beleihung mit in die Betrachtung einbezogen werden. Wer all diese Punkt im Blick behält, kann seine persönliche maximale Kreditsumme zumindest näherungsweise schon im Voraus bestimmen.

Quelle: BurAnd – 523421563/ shutterstock.com

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Ratgeber Altcoins: Die besten Alternativen zum Bitcoin

Kein anderes Investitions- und Anlageobjekt hat innerhalb der letzten Jahre eine solch aufsehenerregende Erfolgsgeschichte geschrieben wie der Bitcoin. Die Referenz-Software (welche übrigens Open Source ist – also einen frei zugänglichen Quellcode besitzt) wurde im Jahr 2009 erstmals veröffentlicht. Seitdem ist eine Menge geschehen. Neben dem Bitcoins gibt es auch noch sogenannte Altcoins, die ein beachtliches Wachstum hingelegt haben.

Altcoins - Die besten Alternativen zum Bitcoin

Bild: Die Kursentwicklung des Bitcoin und der Altcoins bringen Anleger zum Staunen. Bildquelle: Julia Tsokur – 320379275 / Shutterstock.com

Die Kursentwicklung lässt so manchen Anleger vom Glauben abfallen: Noch bis Ende des Jahres 2011 konnte ein Bitcoin für unter zehn Dollar erworben werden. Mittlerweile (Stand 11. Juni 2017) bewegt sich der Kurs bei rund 2.580 Euro, er hatte zwischenzeitlich sogar schon die 2.800 Euro Marke geknackt.

Und wie es bei Erfolgsgeschichten immer so ist, ließen die Nachahmer nicht lange auf sich warten. Innerhalb der Jahre haben sich zahlreiche Alternativen zur bekanntesten Kryptowährung entwickelt, deren Performance und Erfolgsaussichten wir hier etwas näher beleuchten wollen.

Doch zunächst: Wie funktioniert überhaupt eine Kryptowährung?

Um dem Charakter und der Funktionsweise von Kryptowährungen auf die Schliche zu kommen, zerlegen wir zunächst den Namen in seine zwei Bestandteile: „Krypto“ und „Währung“. „Krypto“ steht hier als Kürzel für „Kryptographie“, also die Geheimhaltung bzw. Verschlüsselung von Daten. Hängt man den Begriff Währung an, so erhält man ein Zahlungsmittel, welches auf verschlüsselten Daten basiert.

Der große Vorteil eines solchen Zahlungsmittels ist die Dezentralität. Das bedeutet konkret: Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. sind unabhängig von der Kontrolle durch Banken als zentrale Instanzen. Auch die Entscheidungen der Zentralbanken und politischer Institutionen haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Währung.

Um Kryptowährungen zu erzeugen, sind komplizierte und langwierige Rechenprozesse erforderlich. Man spricht dabei auch vom „Schürfen“ oder „Minen“. Die Erzeugung erfolgt meist in einer sogenannten Blockchain, einer Kette von Rechenprozessen, in der jeder neue Prozess einzigartig und somit fälschungssicher ist und an den vorigen Prozess anknüpft.

Übersicht der Altcoins

Unangefochtener Marktführer unter den Kryptowährungen ist der Bitcoin. Trotzdem gibt es mittlerweile eine ganze Reihe alternativer Ansätze bzw. Konkurrenten, genannt Altcoins (Kürzel für „Alternative Coins“). Wie stark die Altcoins am Aufholen sind, erkennt man an der Kapitalisierung. Diese beträgt beim Bitcoin derzeit ca. 30 Milliarden US-Dollar. Rechnet man alle Altcoins zusammen, übersteigt deren Kapitalisierung diesen Betrag und pendelt sich bei etwa 32 Milliarden US-Dollar ein. Die wichtigsten dieser Alternativen sind:

Ethereum

Der Begriff Ethereum bezeichnet genau genommen nicht die Kryptowährung selbst, sondern die dahinter stehende Blockchain – also die dezentrale Datenbank. Die dazugehörige Währung nennt sich Ether (ETH). Im Unterschied zum Bitcoin ist Ethereum mit weitreichenderen Funktionen ausgestattet. So lassen sich beispielsweise kleine Programme an die Blockchain anhängen, mit denen digitale Verträge (sogenannte „Smart Contracts“) automatisch ausgeführt werden können.

Noch beeindruckender als dieser Funktionsumfang ist allerdings die Performance von Ethereum. Vor gerade einmal rund zwei Jahren gestartet, erreichte die Kryptowährung schon nach einem guten halben Jahr eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Millionen US-Dollar. Vergleicht man den Kurs des ETH vom 1. Januar 2017 mit dem von Ende Mai, so ergibt sich eine Wertsteigerung um mehr als 2.400 Prozent!

Die extreme Performance gründet sich auch darauf, dass Ethereum bei Anlegern und Konzernen großes Vertrauen genießt und in letzter Zeit immer größere Unterstützung durch weltbekannte Unternehmen erfährt. Das alles macht Ethereum zur derzeit zweitbeliebtesten Kryptowährung, direkt nach dem Bitcoin.

Ripple

Ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen in der Performance liefert seit einigen Monaten die Krypowährung XRP mit dem ETH (Ethereum). Hinter XRP steht Ripple, ein Zahlungsnetzwerk mit Open-Source-Protokoll, welches im Jahr 2013 das Licht der Welt erblickt hat. In den ersten Jahren tat sich recht wenig am Kurs – und wenn doch, dann ging es eher abwärts.

Das hat sich im Frühjahr 2017 radikal geändert. Plötzlich schien der Kurs schier zu explodieren – er hat sich innerhalb von nur sechs Wochen fast verzwanzigfacht! Noch im März bei rund 700, lag der Kurs zwischenzeitlich bei einem Wert von über 13.000, hat jedoch wieder etwas eingebüßt. Trotzdem: Mit rund neun Milliarden Dollar Kapitalisierung liegt Ripple schon bei über 30 % des Bitcoin-Kapitals, und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist derzeit nicht abzusehen.

Litecoin

Ähnlich lange auf dem Markt wie der Bitcoin ist auch der Litecoin – bereits seit 2011. Die Initiatoren verfolgten (und verfolgen immer noch) mit dem Litecoin ein ganz klares Ziel: die Schwächen des Bitcoin zu nutzen und mit ihrem Produkt zu beseitigen. Eine solche Schwäche ist z. B. die Zeit zum Herstellen einzelner Blöcke beim Bitcoin. Litecoin ist hier wesentlich schneller und benötigt nur etwa ein Viertel der Zeit.

Angesichts der unzähligen neuen Kryptowährungen war der Litecoin in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten, der Performance dementsprechend bescheiden. Diese Zeiten dürften nun vorbei sein, denn im April 2017 setze der Litecoin zu einem wahren Höhenflug an. Das Marktvolumen hat sich im (noch nicht abgeschlossenen) ersten Halbjahr 2017 mehr als verdoppelt. Analysten halten dies jedoch noch längst nicht für den Peak. Es bleibt also spannend.

Monero

Abschließen möchten wir unsere Auflistung der wichtigsten Konkurrenten des Bitcoin mit der Kryptowährung Monero (XMR). Zunächst fällt die enge Verwandtschaft mit dem Bitcoin auf, bei näherer Betrachtung lässt sich jedoch der klare Fokus auf mehr Dezentralität und Anonymität erkennen. Um dies zur erreichen, wandelte man für die Programmierung des Monero nicht lediglich den Source-Code des Bitcoin ab, sondern programmierte diesen völlig neu. Man spricht dabei auch vom CryptoNote-Protokoll.

Die Marktkapitalisierung des XMR wuchs im Zeitraum Dezember 2015 bis Mai 2017 von weniger als 3,8 Millionen US-Dollar auf über 725 Millionen US-Dollar. Anleger sollten also aufhorchen und Monero unbedingt mit auf ihren Zettel nehmen.

Wie sieht die Zukunft der Altcoins aus?

Angesichts der hier dargestellten, extremen Performance der wichtigsten Altcoins fragen sich viele Anleger und Spekulanten, ob ein Einstieg überhaupt noch lohnt. Experten sind sich sicher: Altcoins werden kurz- und mittelfristig noch weiter zulegen. Das hat mehrere Gründe:

Immer größere Bekanntheit

Während Kryptowährungen in der Anfangszeit lediglich „Nerds“ und Finanzexperten geläufig waren, verbreitet sich das (teilweise komplexe) Wissen nach und nach auch in der weniger finanzaffinen Bevölkerung. Dadurch steigen das Interesse und natürlich auch die Nachfrage.

Immer mehr Coin-Millionäre

Die Zahl der Menschen, die durch Kryptowährungen reich geworden sind, steigt stetig an. Das Besondere daran: Viele dieser Menschen investieren einen Teil ihrer Gewinne wiederum in neue Projekte, die mit Kryptowährungen zu tun haben. Dadurch wird die Technik immer schneller vorangetrieben und es wird in immer kürzeren Abständen innovative neue Features in diesem Bereich geben.

Schwindendes Vertrauen in zentrale Instanzen

Banken und Zentralbanken als zentrale Institutionen im Finanzbereich verlieren immer mehr Vertrauen sowohl seitens Unternehmen als auch bei den Privatkunden. Auch dies ist ein Faktor, der die „Flucht“ in dezentrale Kryptowährungen begünstigt.

Bildquelle: Julia Tsokur – 320379275 / Shutterstock.com

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Fondsvolumina europäischer Aktienfonds – Von der Ebbe 2016 zur Flut 2017?

Aktienfonds, die sich auf europäische Aktien spezialisiert haben, hatten 2016 aufgrund der Eurokrise unter massiven Geldabflüssen zu leiden. Investoren legten ihr Geld im vergangenen Jahr lieber in die boomenden Märkte Brasilien, Peru oder Kasachstan an. Seit Anfang 2017 fließen jedoch wieder mehr Gelder nach Europa. Von einer Flut kann aber noch lange keine Rede sein.

uropäische Aktienfonds sind für Investoren wieder interessant

Investoren setzen wieder vermehrt auf europäische Aktien. Ein Grund dafür ist, dass europäische Unternehmen wieder Gewinne machen. Allein die deutschen Aktiengesellschaften schütten 2017 den Rekordwert von 46,3 Milliarden Euro an Dividenden aus. Quelle: lisheng2121 – 498244432 / Shutterstock.com

Dass Aktien in Zeiten der niedrigen Zinsen eine zwar nicht risikofreie, aber zumindest rentable Geldanlage sein können, ist klar. Und der Trend bestätigt das Ganze. Doch nicht nur die Großinvestoren werden wieder auf Europa-Aktien aufmerksam. Weil das Sparbuch so gut wie wertlos geworden ist, befassen sich auch immer mehr Laien mit dem Thema Börse und Aktienanlage. Wer dazu nach hilfreichen Informationen sucht, wird unter anderem auf der Webseite Brokervergleich.de fündig. Der Artikel erläutert akribisch, welche Gebühren und Kosten beim Aktienkauf entstehen und welche Strategien es gibt. Anschließend zeigt ein Blick auf die folgende Infografik, in welchen europäischen Aktienmärkten sich eine Investition 2016 gelohnt hätte.

Europäische Börsen legten Jahresend-Rallye hin

Lange Zeit sah es 2016 so aus, als könnten die großen europäischen Indizes wie der deutsche DAX-Index oder der französische Leitindex CAC 40 keinen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr erreichen. Zum Jahresende kam es jedoch überraschend zu starken Kursgewinnen der europäischen Blue Chips. Mit einem Plus von 6,8 Prozent konnte der DAX am Ende noch aufwarten. Damit kam die deutsche Börse dem MSCI World Index, der die Entwicklung der Aktien von 23 Industrieländern weltweit widerspiegelt, noch recht nahe. Der MSCI World dient den weltweiten Aktienfonds als Vergleichsindex und verzeichnete 2016 ein Plus von 10,3 Prozent.

Aktienfonds Beispiel: Der russische Aktienmarkt war 2016 der Gewinner unter den europäischen Märkten

Wer am 1. Januar 2016 100.000 Euro in den russischen Aktienindex RTS investiert hatte, verdiente am Jahresende 58.000 Euro. Der dänische Leitindex OMX steht dagegen mit einem Verlust von 12,7 Prozent am Ende des Rankings. Quelle: eigene Darstellung

Strategen großer Banken empfehlen wieder europäische Aktienfonds

Die europäischen Aktienfonds mussten 2016 imposante Netto-Abzüge in Höhe von 113 Milliarden US-Dollar verkraften. Inzwischen ließen die überaus guten Unternehmensdaten der Europäer die Strategen der großen Banken wie JP Morgan Chase & Co. oder BNP Paribas SA aufhorchen. Wenn die 30 DAX-Konzerne eine Dividende von 31,6 Milliarden Euro an ihre Anleger ausschütten, kann das nicht von ungefähr kommen. Und wenn von den 160 Unternehmen, die im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelistet sind, 137 eine Dividende zahlen, sind diese Unternehmen durchaus empfehlenswerte Geldanlagen.

Unternehmen Dividende ges. Dividende je Aktie Dividenden-Rendite (%)
Daimler 3,48 Mrd. € 3,25 € 4,6
Allianz 3,46 Mrd. € 7,60 € 4,8
Siemens 3,06 Mrd. € 3,60 € 2,8
Deutsche Telekom 2,80 Mrd. € 0,60 € 3,6
BASF 2,75 Mrd. € 3,00 € 3,4
Bayer 2,23 Mrd. € 2,70 € 2,5
BMW 2,10 Mrd. € 3,50 € 4,1
Münchner Rück 1,38 Mrd. € 8,60 € 4,7
Deutsche Post 1,27 Mrd. € 1,05 € 3,3

Tabelle: DAX-Konzerne mit einer Dividendenausschüttung von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr 2017

Dass im Börsenjahr 2017 trotzdem erst etwa 1,3 Milliarden Euro in europäische Aktienfonds zurückgeflossen sind, mag daran liegen, dass die Dividenden-Ausschüttungsquote teilweise über 100 Prozent liegt wie zum Beispiel bei der Deutschen Telekom oder ProSiebenSat.1. Eine solche Dividendenpolitik gilt als nicht nachhaltig, da sie die Möglichkeiten für spätere Investitionen stark einschränkt. Für Christian W. Röhl, Gründer der Research-Plattform Dividendenadel, ist eine Ausschüttungsquote von mehr als 75 Prozent ein klarer Verkaufsgrund.

Erfolgreiche Strategien in einer Welt voller Risiken

Wachsende Staatsschulden, die Finanzkrise von 2008 durch die Pleite der Bank Lehman Brothers, der Brexit, die US-Präsidentschaftswahlen und ganz aktuell die Frage, ob in Frankreich die französische Politikerin Le Pen von der rechtsextremen Front National (FN) an die Macht kommt, das sind nur einige der Faktoren, die Anlageentscheidungen in der heutigen Zeit schwierig machen. Die Börse reagiert auf solche Ereignisse oft ambivalent und für viele nicht nachvollziehbar.

Die nachfolgenden Zitate von Top-Fondmanagern geben einen kleinen Einblick in die Denkweise der Börsianer:

Didier Saint-Georges, Fondmanager bei Carmignac Gestion

  • Zur Situation nach der Finanzkrise 2008: „Wir hatten nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008 beschlossen, auf Kapitalerhalt zu setzen. Wir sicherten die Aktienpositionen mit Derivaten gegen Kursverluste ab und schwenkten auf konservative Anleihen um, vor allem auf Dollar- und Yen-Titel. Dadurch verhinderte der Fonds große Verluste, die viele Konkurrenten im Börsensturz nach dem Lehman-Bankrott erlitten.“
  • Zur Lage in den Schwellenländern Anfang 2009: „Wir hatten Anfang 2009 erkannt, dass sich die Schwellenländerbörsen schon Ende 2008 zu erholen begannen. Damit war klar, dass sich die Stimmung für Aktien verbessern wird. Der Fonds stieg wieder ein und machte die Rally mit.“

Luca Pesarini, Manager des Mischfonds „Ethna Aktiv“ für Anlagen in Europa

  • Zur Situation kurz vor der Finanzkrise 2008: „Wir waren schon recht skeptisch beim Blick auf die Märkte und haben deshalb 2008, mit zeitweise über der Hälfte des Fondskapitals in cash, gut überstanden.“
  • Zu seinen bevorzugten Anlageformen: „Schulden des Staates zu kaufen für einen Mini-Zins, also seine Anleihen, das bringt nichts. Da kaufe ich lieber Firmen über die Aktienschiene oder Unternehmensanleihen.“
  • Zur weltweiten Überschuldung: „Wir haben keine Lösung, denn die Staaten müssen eigentlich sparen, aber wenn sie das tun, werden die Politiker nicht wiedergewählt. Es wird keine großen Sparprogramme geben – allen aktuellen Diskussionen zum Trotz. Wir wissen alle, wo das endet, aber nicht wann.“

Bill Gross, Starmanager beim großen US-Anleiheverwalter Pimco

  • Zur kreditfinanzierten Geldanlage: „Die Ära der Kreditausweitung, die zweistellige Portfoliorenditen ermöglichte, ist vorüber. Die Anleger bekommen bei den beiden wichtigsten Wertpapierformen gleichzeitig Probleme. Inzwischen ist die Ära der Inflation angebrochen, die üblicherweise mit einem Gegenwind und nicht mit einem Rückenwind für die Wertpapierpreise einhergeht – sowohl für Aktien als auch für Anleihen.“

Guillermo Hernandez Sampere, Handelschef bei MPPM EK in Eppstein

  • Zur Marktsituation 2012: „Verbesserte Gewinne, solide makroökonomische Daten und die Tatsache, dass Aktien erwartungsgemäß Investoren angesichts politischer Ereignisse mehr Sicherheit bieten als Anleihen, sind einige der Gründe für die Zuflüsse. Die Märkte haben auch höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse akzeptiert, was ein Anzeichen für einen optimistischen Ausblick ist.“

Zitatquellen: Handelsblatt.de
Bildquelle: lisheng2121 – 498244432 / Shutterstock.com

Unterzeichnung eines Kreditvertrages
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Ist der Minikredit eine Alternative zum Ratenkredit?

Immer mehr Menschen tendieren in Deutschland dazu, einen Kredit für die unterschiedlichsten Zwecke aufzunehmen. Ob es ein dringend benötigtes Ersatzgerät für den Haushalt ist oder aber der langersehnte Traum, spielt dabei keine Rolle. Während für die zweite Situation höchstwahrscheinlich ein klassischer Ratenkredit notwendig wäre, würde im ersten Fall schon ein Minikredit ausreichen. Doch ist er wirklich eine ernstzunehmende Alternative?

Voraussetzungen für einen klassischen Kredit sind sehr umfangreich

Wer schon einmal einen finanziellen Engpass hatte oder momentan in einer entsprechenden Situation ist, wird sich schon mit dem Thema der Kreditaufnahme befasst haben. Die bekannteste Kreditart stellt dabei der klassische Ratenkredit dar, der vorzugsweise bei der Bank beantragt wird. Die Kreditsumme ergibt sich dabei aus dem Kreditbetrag, den Zinsen und der Laufzeit. Zurückgezahlt werden muss der Kredit immer in festen Monatsraten, deren Höhe variabel ist und sich nach den genannten Faktoren richtet. Wer einen solchen Ratenkredit aufnehmen möchte, kann dies mittlerweile ebenso online tun, doch auch hier sind die Voraussetzungen für die Erlangung des Kredits ähnlich komplex:

  • Sicherheiten müssen vorhanden sein
  • Festes Einkommen muss Rückzahlung garantieren
  • Prüfung der Bonität ist fester Bestandteil
  • Abtretung der Gehaltsforderungen an Bank

Keine Bank erteilt einen Ratenkredit an einen Verbraucher, wenn dieser keinerlei Sicherheiten im Gegenzug offeriert. Auch wenn gerade bei Personen, die häufiger schon einmal fremdes Geld benutzen, der Eindruck von geschenktem Geld entstehen kann, so ist genau das Gegenteil der Fall. Ohne ein festes Einkommen, das man der Bank offenlegt, stehen die Karten ebenso schlecht wie bei einer negativen Bonitätsprüfung respektive bei negativen Schufa-Einträgen. Die Abtretung der Gehaltsforderungen gegen den Arbeitgeber an die Bank zählt ebenfalls zu den Standardmaßnahmen. 

Minikredit wird auch Kleinstkredit genannt und ist für kleinere Beträge

Reparatur bezahlen durch Minikredit

Ist einmal etwas am Auto defekt, kann mit einem Minikredit schnell repariert werden. Bildquelle: RomanR – 411935320 / Shutterstock.com

Zu trennen von dem soeben erörterten klassischen Kredit ist der Minikredit, der auch als Kleinstkredit bekannt ist. Im aktuellen Vergleich (Stand: 07.03.17) liegen die effektiven Jahreszinsen zwischen 7,95% und 13,90%. Hierin liegt auch schon ein erster Unterschied zum klassischen Kredit, denn es ist in letzter Zeit ein zu beobachtender Trend gewesen, dass Ratenkredite als 0%-Finanzierungen angeboten werden. Bei diesen muss der Kreditnehmer keine Zinsen für das zur Verfügung gestellte Geld zahlen, sondern lediglich den originären Betrag. Kleinstkredite weisen jedoch noch mehr Unterschiede gegenüber dem Ratenkredit auf:

  • Minikredit läuft über viel kürzere Zeiträume
  • Geldsumme ist letztlich viel kleiner
  • Kurzfristig verfügbar

Wie der Name „Minikredit“ bereits suggeriert, ist dieser nicht nur auf wesentlich kürzere Laufzeiten angelegt, sondern stellt dem Kreditnehmer auch einen erheblich kleineren Geldbetrag zur Verfügung. Dieser beträgt normalerweise zwischen 500 bis 5000 Euro. Mit diesem können kurzfristig und ohne das Ausarten in ein umfangreicheres Prozedere Geldprobleme ausgemerzt werden. Manche Verbraucher nutzen hierfür auch schlicht den Dispokredit ihres Kreditinstituts, doch hier fallen in der Regel noch erheblich mehr Zinsen an.

Der Minikredit benötigt weniger Sicherheiten und ist online verfügbar

Sicherheiten beim Minikredit

Der Minikredit eignet sich vor allem für Menschen, die weniger Sicherheiten anbieten können. Bildquelle: pathdoc – 526221952 / Shutterstock.com

Doch es gibt noch weitere Unterschiede, die zwischen einem Ratenkredit und einem Minikredit bestehen:

Kreditart Vorteile Nachteile
Ratenkredit Große Beträge möglich Umfangreicher Prozess
Minikredit Kaum Sicherheiten nötig Weniger Geld

Vorweg gesagt sollte man wissen, dass Minikredite aktuell hauptsächlich online zu finden sind. Gleichfalls bieten aufgrund der anfallenden Bearbeitungsgebühren, die in einem nur schlechten Verhältnis zum kleineren Kreditbetrag stehen, längst nicht alle Kreditinstitute überhaupt einen Kleinstkredit an. Doch der Fakt, dass für die Erlangung eines Minikredits im Internet zu suchen ist, ist keinesfalls ein immanenter Nachteil, denn hier gibt es mehrere hilfreiche Plattformen, die einem im Nu den Weg zum fremden Geld eröffnen.

Eine Alternative besteht darin, den Kleinstkredit über einen Finanzmakler abzuschließen respektive sich von diesem unterstützen zu lassen. In der Regel wird dies jedoch nicht nötig sein, da der gesamte Prozess nicht nur weniger umfangreich ist und somit schneller vonstattengeht, sondern auch weniger Anforderungen an den künftigen Kreditnehmer stellt. Hierin liegt nämlich ein weiterer Unterschied zum Ratenkredit, denn für einen Kleinstkredit benötigt ein Verbraucher kaum Sicherheiten. Selbstverständlich liegt dies vorrangig darin begründet, dass der Betrag des Darlehens auch wesentlich geringer ausfällt. Aber auch aber kommen Verbraucher um die Erbringung eines Gehaltsnachweises nicht herum.

Alternative Möglichkeiten der Geldbeschaffung können vorzugswürdig sein

Insgesamt lässt sich somit festhalten, dass der Minikredit auf jeden Fall eine lohnenswerte Alternative zum Ratenkredit ist, sofern man nicht eine größere Geldsumme benötigt und mit der Abwicklung des Ganzen über das Internet leben kann. Für Menschen, die bereits ein oder mehrere negative Schufa-Einträge aufweisen, handelt es sich demgemäß um eine nahezu ideale Lösung, an schnelles Geld zu kommen. Wer über die Aufnahme eines Kredits nachdenkt, sollte nichtsdestotrotz wissen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt, kurzfristig an Geld zu gelangen, die ohne die Beanspruchung fremder Güte auskommen:

  • Freunde und Verwandte nach Geld fragen
  • Nicht benötigte Gegenstände aus Haushalt verkaufen
  • Kurzfristig einen Minijob annehmen

Eine Möglichkeit ist es, Freunde und Verwandte nach Geld zu fragen. Hiervor schrecken aber auch manche Personen zurück, denn an Geldproblemen ist schon die eine oder andere Freundschaft zerbrochen. Taktisch klug ist es jedoch auch, Gegenstände aus dem Haushalt zu veräußern, die nicht mehr benötigt werden. Hierfür bieten diverse Handelsplattformen im Netz kostenlose Anlaufstellen, doch es gilt zu beachten, dass bei manchen eine Provision anfällt. Die klassische Möglichkeit ist es, mehr zu arbeiten bzw. kurzfristig einen Minijob anzunehmen.

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Kalkulation der Finanzen
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Crowdinvesting: Bei diesen Anbietern können Sie in Immobilien investieren

Crowdinvesting ist derzeit in aller Munde. Das liegt vorrangig daran, dass sich mit herkömmlichen Anlageformen kaum mehr eine zufriedenstellende Rendite erzielen lässt. Besonders beliebt ist aber eine bestimmte Form des Crowdinvestings, und zwar das in Immobilien. Das leicht zu verstehende Prinzip versucht dabei, Privatanleger und Immobilienentwickler zusammenzubringen und so die Bedürfnisse von beiden Seiten kumulativ zu stillen.

Crowdinvesting ist besonders in schwierigen Wirtschaftszeiten beliebt

Menschen, die noch nie mit dem Thema Crowdinvesting in Berührung gekommen sind, fragen sich initial natürlich, um was für eine Anlageform es sich hierbei handelt. Genauer gesagt ist es jedoch keine Anlageform, sondern eine Finanzierungsform. Gemäß fr-online.de hat sie sich besonders im Bereich zukunftsträchtiger Startups etabliert. Diese versuchen mit einem überzeugenden Geschäftsmodell Mikroinvestoren davon zu überzeugen, mit typischerweise geringen Geldbeträgen unterstützend aktiv zu werden. Der Investor, und wenn sein Einsatz auch noch so klein ist, sieht sich jedoch beim Crowdinvesting einem ähnlichen Risiko ausgesetzt, wie dies auch bei anderen Investitionsformen auftritt. Floppt das Unternehmen, in das investiert worden ist, nämlich, so ist das Geld fort und die erhoffte, hohe Rendite futsch. Doch was passiert in dem Fall, dass man eine hübsche Summe investiert hat und das Unternehmen in der Zukunft zum Global Player avanciert? In diesem Fall hängt die Rendite von der Beteiligungsform ab:

  1. Stille Beteiligungen
  2. Genussrechte
  3. Partiarische Darlehen

Die Stille Beteiligung ist ein Begriff, der seine Ursprünge im Gesellschaftsrecht hat und dort vor allem im Zusammenhang mit der stillen Gesellschaft auftritt. Genussrechte und Partiarische Darlehen kann man hingegen auch unter dem Oberbegriff des Mezzanine-Kapitals zusammenfassen. Dies wiederum bedeutet, dass die Finanzierungsart sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt und eine direkte Erfolgsbeteiligung winkt.

Immobilien als Investitionsobjekt eignen sich für viele Anleger hervorragend

Crowdinvesting in Immobilien

Immobilien galten und gelten prinzipiell noch immer als relativ sichere Anlage. Bildquelle: Denphumi – 278179301 / Shutterstock.com

Wer sich der Vorteile von Crowdinvestment bewusst ist, hat nicht nur auf der Seite der in großer Zahl zur Verfügung stehenden Anbieter die freie Wahl, sondern natürlich auch bei dem Startup, in das investiert werden soll. Besonders populär ist dabei momentan die Investition in junge Startups, die sich mit der Immobilien-Branche beschäftigen. Somit fragt sich, warum ausgerechnet diese auf Anleger einen geradezu magischen Reiz ausübt. Begründet werden kann dies mit etlichen Faktoren:

  • Wohnraum wird laut de immer knapper
  • Immobilienpreise sind immer weiter gestiegen
  • Wertverlust ist vergleichsweise gering
  • Solide Rendite bei geringem Risiko

Eine Investition in Immobilien gilt gemäß faz.net nicht umsonst immer noch als eine der solidesten Anlageformen, was mit dem vergleichsweise geringen Risiko in diesem Sektor zu tun hat. Die Rendite ist zwar nicht so hoch, wie dies bei hochspekulativen Geschäften der Fall ist, pendelt sich jedoch für gewöhnlich bei vier bis sechs Prozent ein. Ein entscheidender Faktor ist, dass der Bedarf an Wohnraum in letzter Zeit immer weiter gestiegen ist. Vor allem in großen Städten  reicht dieser häufig nicht aus, um die ganzen Anfragen zu decken.

Vergleiche sollten bei der Vielzahl von Anbietern vorher durchgeführt werden

Macht man sich auf die Suche nach einer Plattform, wo man im Rahmen des Crowdfundings in Immobilien investieren kann, so wird man feststellen, dass es hierfür schon spezialisierte Anbieter gibt. Anleger sollten aber immer im Vorfeld gründlich vergleichen. Zu den bereits erwähnten, spezialisierten Anbietern zählen unter anderem die drei folgenden:

Anbieter Gründung Branche
Exporo 2013 Real Estate
Rendity 2015 Fintech und Crowdfunding
Zinsland 2014 Projektentwicklungen

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Firma sollte man vor allem Kriterien mit einfließen lassen, die sich dem eigentlichen Ziel des Investments widmen, nämlich dem Geldverdienen. Im Klartext sollte die Seite also möglichst viel Klarheit über das Projekt verschaffen, für das Investoren gesucht werden. Transparenz ist hierbei das alles Entscheidende. Wer Faktoren verschweigt, kann prinzipbedingt nicht als seriös und vertrauenswürdig eingestuft werden. Hilfreich ist es auch, sich vor dem Investment einen Überblick über die Vergangenheit der Crowdinvesting-Plattform und auch das Startup als solches zu verschaffen. Im Rahmen dessen sollten Fragen wie die folgenden beantwortet werden:

  1. Welche erfolgreichen Projekte hat die Plattform schon finanziert
  2. Wie viel Erfahrung haben die Gründer des jeweiligen Startups
  3. Welche Qualifikationen bringen diese mit

All dies dient dazu, final einen Überblick darüber zu erhalten, wie sinnvoll sich eine Investition im Detail darstellt.

Investitionskapital ist abhängig von privaten wirtschaftlichen Verhältnissen

Eine sehr wichtige Frage, die es abschließend noch zu klären gilt, ist die der angemessenen Investitionshöhe. Bevor man sich anlässlich dessen jedoch seinen privaten wirtschaftlichen Verhältnissen widmet, sollte man noch wissen, dass einige Anbieter eine Mindestsumme als Investition fordern, die auch nicht unterschritten werden darf. Auf diese Art und Weise wird sichergestellt, dass überhaupt real eine Chance existiert, dass der benötigte Gesamtbetrag zustande kommen kann. Leider lässt sich auf die Frage, wie viel man investieren sollte, keine pauschale Antwort geben, weil das von mehreren Faktoren abhängig ist:

  • Summe der Ersparnisse
  • Aktueller Verdienst
  • Wahrscheinlichkeit der Rendite
  • Risikobereitschaft
  • Erfahrung in dem Bereich

Da immer das Risiko des Totalverlustes gegeben ist, ist es allerdings klug, kein Geld zu investieren, das dringend benötigt wird oder schon anderweitig verplant ist. Hat man im Hinterkopf sich schon damit angefreundet, dass das Geld im schlimmsten Fall weg sein kann, ist dies mehr als die halbe Miete. Ein guter Tipp ist es auch, eben jenes Risiko zu streuen und den zur Verfügung stehenden gesamten Investitionsbetrag lieber zu splitten bzw. in mehrere Startups gleichzeitig zu investieren und somit ein kleines Portfolio aufzubauen.

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