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Fondsvolumina europäischer Aktienfonds – Von der Ebbe 2016 zur Flut 2017?

Aktienfonds, die sich auf europäische Aktien spezialisiert haben, hatten 2016 aufgrund der Eurokrise unter massiven Geldabflüssen zu leiden. Investoren legten ihr Geld im vergangenen Jahr lieber in die boomenden Märkte Brasilien, Peru oder Kasachstan an. Seit Anfang 2017 fließen jedoch wieder mehr Gelder nach Europa. Von einer Flut kann aber noch lange keine Rede sein.

uropäische Aktienfonds sind für Investoren wieder interessant

Investoren setzen wieder vermehrt auf europäische Aktien. Ein Grund dafür ist, dass europäische Unternehmen wieder Gewinne machen. Allein die deutschen Aktiengesellschaften schütten 2017 den Rekordwert von 46,3 Milliarden Euro an Dividenden aus. Quelle: lisheng2121 – 498244432 / Shutterstock.com

Dass Aktien in Zeiten der niedrigen Zinsen eine zwar nicht risikofreie, aber zumindest rentable Geldanlage sein können, ist klar. Und der Trend bestätigt das Ganze. Doch nicht nur die Großinvestoren werden wieder auf Europa-Aktien aufmerksam. Weil das Sparbuch so gut wie wertlos geworden ist, befassen sich auch immer mehr Laien mit dem Thema Börse und Aktienanlage. Wer dazu nach hilfreichen Informationen sucht, wird unter anderem auf der Webseite Brokervergleich.de fündig. Der Artikel erläutert akribisch, welche Gebühren und Kosten beim Aktienkauf entstehen und welche Strategien es gibt. Anschließend zeigt ein Blick auf die folgende Infografik, in welchen europäischen Aktienmärkten sich eine Investition 2016 gelohnt hätte.

Europäische Börsen legten Jahresend-Rallye hin

Lange Zeit sah es 2016 so aus, als könnten die großen europäischen Indizes wie der deutsche DAX-Index oder der französische Leitindex CAC 40 keinen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr erreichen. Zum Jahresende kam es jedoch überraschend zu starken Kursgewinnen der europäischen Blue Chips. Mit einem Plus von 6,8 Prozent konnte der DAX am Ende noch aufwarten. Damit kam die deutsche Börse dem MSCI World Index, der die Entwicklung der Aktien von 23 Industrieländern weltweit widerspiegelt, noch recht nahe. Der MSCI World dient den weltweiten Aktienfonds als Vergleichsindex und verzeichnete 2016 ein Plus von 10,3 Prozent.

Aktienfonds Beispiel: Der russische Aktienmarkt war 2016 der Gewinner unter den europäischen Märkten

Wer am 1. Januar 2016 100.000 Euro in den russischen Aktienindex RTS investiert hatte, verdiente am Jahresende 58.000 Euro. Der dänische Leitindex OMX steht dagegen mit einem Verlust von 12,7 Prozent am Ende des Rankings. Quelle: eigene Darstellung

Strategen großer Banken empfehlen wieder europäische Aktienfonds

Die europäischen Aktienfonds mussten 2016 imposante Netto-Abzüge in Höhe von 113 Milliarden US-Dollar verkraften. Inzwischen ließen die überaus guten Unternehmensdaten der Europäer die Strategen der großen Banken wie JP Morgan Chase & Co. oder BNP Paribas SA aufhorchen. Wenn die 30 DAX-Konzerne eine Dividende von 31,6 Milliarden Euro an ihre Anleger ausschütten, kann das nicht von ungefähr kommen. Und wenn von den 160 Unternehmen, die im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelistet sind, 137 eine Dividende zahlen, sind diese Unternehmen durchaus empfehlenswerte Geldanlagen.

Unternehmen Dividende ges. Dividende je Aktie Dividenden-Rendite (%)
Daimler 3,48 Mrd. € 3,25 € 4,6
Allianz 3,46 Mrd. € 7,60 € 4,8
Siemens 3,06 Mrd. € 3,60 € 2,8
Deutsche Telekom 2,80 Mrd. € 0,60 € 3,6
BASF 2,75 Mrd. € 3,00 € 3,4
Bayer 2,23 Mrd. € 2,70 € 2,5
BMW 2,10 Mrd. € 3,50 € 4,1
Münchner Rück 1,38 Mrd. € 8,60 € 4,7
Deutsche Post 1,27 Mrd. € 1,05 € 3,3

Tabelle: DAX-Konzerne mit einer Dividendenausschüttung von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr 2017

Dass im Börsenjahr 2017 trotzdem erst etwa 1,3 Milliarden Euro in europäische Aktienfonds zurückgeflossen sind, mag daran liegen, dass die Dividenden-Ausschüttungsquote teilweise über 100 Prozent liegt wie zum Beispiel bei der Deutschen Telekom oder ProSiebenSat.1. Eine solche Dividendenpolitik gilt als nicht nachhaltig, da sie die Möglichkeiten für spätere Investitionen stark einschränkt. Für Christian W. Röhl, Gründer der Research-Plattform Dividendenadel, ist eine Ausschüttungsquote von mehr als 75 Prozent ein klarer Verkaufsgrund.

Erfolgreiche Strategien in einer Welt voller Risiken

Wachsende Staatsschulden, die Finanzkrise von 2008 durch die Pleite der Bank Lehman Brothers, der Brexit, die US-Präsidentschaftswahlen und ganz aktuell die Frage, ob in Frankreich die französische Politikerin Le Pen von der rechtsextremen Front National (FN) an die Macht kommt, das sind nur einige der Faktoren, die Anlageentscheidungen in der heutigen Zeit schwierig machen. Die Börse reagiert auf solche Ereignisse oft ambivalent und für viele nicht nachvollziehbar.

Die nachfolgenden Zitate von Top-Fondmanagern geben einen kleinen Einblick in die Denkweise der Börsianer:

Didier Saint-Georges, Fondmanager bei Carmignac Gestion

  • Zur Situation nach der Finanzkrise 2008: „Wir hatten nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008 beschlossen, auf Kapitalerhalt zu setzen. Wir sicherten die Aktienpositionen mit Derivaten gegen Kursverluste ab und schwenkten auf konservative Anleihen um, vor allem auf Dollar- und Yen-Titel. Dadurch verhinderte der Fonds große Verluste, die viele Konkurrenten im Börsensturz nach dem Lehman-Bankrott erlitten.“
  • Zur Lage in den Schwellenländern Anfang 2009: „Wir hatten Anfang 2009 erkannt, dass sich die Schwellenländerbörsen schon Ende 2008 zu erholen begannen. Damit war klar, dass sich die Stimmung für Aktien verbessern wird. Der Fonds stieg wieder ein und machte die Rally mit.“

Luca Pesarini, Manager des Mischfonds „Ethna Aktiv“ für Anlagen in Europa

  • Zur Situation kurz vor der Finanzkrise 2008: „Wir waren schon recht skeptisch beim Blick auf die Märkte und haben deshalb 2008, mit zeitweise über der Hälfte des Fondskapitals in cash, gut überstanden.“
  • Zu seinen bevorzugten Anlageformen: „Schulden des Staates zu kaufen für einen Mini-Zins, also seine Anleihen, das bringt nichts. Da kaufe ich lieber Firmen über die Aktienschiene oder Unternehmensanleihen.“
  • Zur weltweiten Überschuldung: „Wir haben keine Lösung, denn die Staaten müssen eigentlich sparen, aber wenn sie das tun, werden die Politiker nicht wiedergewählt. Es wird keine großen Sparprogramme geben – allen aktuellen Diskussionen zum Trotz. Wir wissen alle, wo das endet, aber nicht wann.“

Bill Gross, Starmanager beim großen US-Anleiheverwalter Pimco

  • Zur kreditfinanzierten Geldanlage: „Die Ära der Kreditausweitung, die zweistellige Portfoliorenditen ermöglichte, ist vorüber. Die Anleger bekommen bei den beiden wichtigsten Wertpapierformen gleichzeitig Probleme. Inzwischen ist die Ära der Inflation angebrochen, die üblicherweise mit einem Gegenwind und nicht mit einem Rückenwind für die Wertpapierpreise einhergeht – sowohl für Aktien als auch für Anleihen.“

Guillermo Hernandez Sampere, Handelschef bei MPPM EK in Eppstein

  • Zur Marktsituation 2012: „Verbesserte Gewinne, solide makroökonomische Daten und die Tatsache, dass Aktien erwartungsgemäß Investoren angesichts politischer Ereignisse mehr Sicherheit bieten als Anleihen, sind einige der Gründe für die Zuflüsse. Die Märkte haben auch höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse akzeptiert, was ein Anzeichen für einen optimistischen Ausblick ist.“

Zitatquellen: Handelsblatt.de
Bildquelle: lisheng2121 – 498244432 / Shutterstock.com

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Was verdient ein Broker?

Das Einkommen eines Brokers hängt von drei Faktoren ab. Als Erstes ist es natürlich ausschlaggebend, in welchem Metier er aktiv ist. Zum Zweiten spielt die Anzahl der Trades, die vermittelt werden, eine Rolle, zum Dritten die gehandelten Volumina. Im klassischen Wertpapiergeschäft setzt sich das Einkommen eines Brokers aus einem Grundgehalt und Provisionen zusammen. Zu Zeiten nachgefragter Börsen kann das Einkommen mehrere Hunderttausend Euro im Jahr betragen. Ein Wertpapiermakler verdient ungefähr ein Promille des Auftragsgegenwertes.

Forexbroker verdienen am Spread

Die im Internet aktiven Forexbroker verdienen ihr Geld am Spread. Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs einer Devise. Grundlage für die Berechnung der Courtage ist in der Regel die letzte Nachkommastelle, das Pip. Die Höhe der Courtage im Forexhandel schwankt von Broker zu Broker und Währungspaar zu Währungspaar. Ein Broker für binäre Optionen stellt keinerlei Courtage in Rechnung, sondern verdient an den Einsätzen seiner Kunden für Trades, die aus dem Geld gelaufen sind. CFD-Broker berechnen häufig nur für CFDs auf Aktien und Indizes eine Courtage, diese beträgt in den meisten Fällen 0,5 Prozent des Auftragswertes. Für den Bereich CFD, Forex und binäre Optionen sind keine genauen Zahlen zu den Verdienstmöglichkeiten eines Brokers bekannt. Neben dem Spread können jedoch noch Zinsen anfallen. Diese werden berechnet, wenn eine Handelsposition nicht am Tag der Eröffnung auch wieder geschlossen wird. In diesem Fall wird dem Kunden ein Darlehen über den offenen Betrag für einen sogenannten „overnight deal“ eingeräumt.

Wie verdienen Broker ihr Geld?

Auf die Frage, wie Broker ihr Geld verdienen, muss das jeweilige Marktsegment berücksichtigt werden, in dem der Broker aktiv ist. Ein Wertpapierbroker verdient sein Geld dadurch, dass er dem Anleger eine Courtage in Rechnung stellt, wenn er seinen Auftrag in den Markt einleitet. Das Gleiche gilt für die Forexbroker, die als STP-Broker tätig sind und die Kurse nicht selbst gegen ihre Kunden festsetzen, sondern die Orders ebenfalls an Dritte weitergeben. Broker, die als sogenannte Dealing Desks tätig sind, setzen die Kurse selbst fest, die als Zielwerte gelten. Faktisch verdienen sie nicht nur an der Courtage, sondern auch in dem Moment, wenn sich ihr Kunde verspekuliert hat. Für Broker binärer Optionen gilt, dass sie grundsätzlich dann den Einsatz ihrer Kunden verdient haben, wenn der Kurs des Basiswertes nicht den prognostizierten Verlauf nimmt. Dazu kommen auch mögliche Gebühren, falls ein Trade vorzeitig beendet werden soll. Während Wertpapier- und Devisenbroker durch die Courtage verdienen, behalten die Broker für binäre Optionen den Einsatz der Anleger ein, analog zu einer Wette.

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5 Tipps für Einsteiger beim Handel mit Optionen

Der Optionshandel galt lange Jahre als ein Markt, der privaten Anlegern zugänglich, aber nicht geheuer war. Optionen werden in Deutschland ausschließlich an der Eurex gehandelt, der deutschen Terminbörse. Den echten Optionshandel ermöglichen nur wenige Broker oder Banken, der Optionsscheinhandel ist dagegen bei den meisten Instituten möglich. Wir wollen uns an dieser Stelle mit echten Optionen beschäftigen. Diese können auf die unterschiedlichsten Basiswerte geschlossen werden. Zunächst benötigen Sie ein Handelskonto bei einem Broker. Die Brokerübersicht hilft bei der Auswahl.

1.)  Musterdepot oder Demokonto ist Pflicht

Bevor Sie alleine Autofahren dürften, mussten Sie im Rahmen der Führerscheinvorbereitung in Fahrstunden üben. Gleiches gilt auch für den Handel mit Optionen. Vor dem ersten echten Trade gilt es, sich mit der Materie, der Handelsplattform und den Märkten, vertraut zu machen. Voraussetzung dafür ist ein Musterdepot oder ein Demokonto. Neben diesen sollte Ihnen ihr Broker genügend Informationsmaterial über den Handel mit Optionen zur Verfügung stellen. Immerhin handelt es sich hier um ein Derivat aus der Risikoklasse fünf – Totalverluste sind möglich. Für den Einstieg in den realen Handel benötigen Sie einen Betrag zwischen 2.000 Euro und 5.000 Euro – halten Sie sich vor Augen, dass dieses Geld wirklich nur nicht benötigtes Spielgeld ist, dessen möglicher Verlust nicht in die Wagschale fällt.

Achten Sie bei der Auswahl des Brokers auch darauf, dass Sie Zugang zu Echtzeitkursen erhalten. Auch wenn diese kostenpflichtig sind, stellt sich die Ausgabe dafür als zwingend dar. Ohne Echtzeitkurse verpassen Sie unter Umständen den richtigen Einstiegsmoment.

2.)  Wer garantiert mir faire Kurse?

Findet sich über die Eurex kein Partner für den Handel, stehen immer noch Makler zur Verfügung. An der Eurex ergibt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage. Kommt ein Makler ins Spiel, agiert dieser als Market Maker, das heißt, er gibt den Preis vor. Sie können aber sicher sein, dass dieser Preis fair ist, da der Broker nicht weiß, ob es sich um eine Calloption oder um eine Putoption handelt. Setzt er den Preis zu hoch, läuft er Gefahr, dass Sie zu diesem Preis verkaufen. Setzt er den Kurs zu niedrig, läuft er Gefahr, dass Sie zu diesem Preis kaufen. Steht auch kein Makler zur Verfügung, können Sie jedoch ein Angebot, die quote request, anfordern. Da die Makler untereinander konkurrieren, werden Sie ein Angebot erhalten, welches fast 100 Prozent identisch mit dem wahren Wert ist.

3.)  Wie handle ich mit Optionen?

Eine sinnvolle Variante ist die sogenannte Bracketorder. Hierbei handelt es sich um drei Orders, die voneinander abhängen. Folgendes Beispiel soll die Funktionsweise einer solchen Order erläutern. Die Aktie XY notiert bei einem Kurs von 10,50 Euro, sie wollen bei zehn Euro kaufen und haben dafür eine Limitorder aufgegeben. Der Kurs fällt auf zehn Euro, Sie steigen ein. Parallel dazu haben Sie zwei weitere Orders aufgegeben. Bei der ersten dieser Orders handelt es sich um eine Verkaufsorder mit einem Preis oberhalb von zehn Euro, bei der Zweiten um eine Stopp-Loss Order mit einem Preis von 9,50 Euro, um einen möglichen Verlust zu begrenzen. Sobald eine der beiden nachgeschalteten Orders ausgeführt wird, wird die andere storniert. Diese Strategie nennt sich OCO, „one cancels the other“.

4.)  So bewertet man eine Option

Damit Sie erfolgreich mit Optionen handeln können, müssen Sie wissen, ob der Wert der Option angemessen ist. Für die Beurteilung gelten drei Kriterien:

  • Das Kursziel des Basiswertes
  • Die Laufzeit der Option
  • Der Basispreis der Option

Angenommen, Sie spekulieren auf eine Aktie mit einem aktuellen Wert von 50 Euro. Falls Sie einen Kursanstieg von zehn Prozent erwarten, wäre das Kursziel des Basiswertes 55 Euro. Spekulieren Sie auf einen Kursverlust von zehn Prozent, liegt das Kursziel des Basiswertes bei 45 Euro. Abhängig von der Restlaufzeit der Option sollte der Basispreis der Option dem Kursziel des Basiswertes entsprechen. Besteht die Möglichkeit, dass dieser Fall eintritt, sollte die Option erworben oder gehalten werden. Droht das Risiko, dass das Kursziel nicht erreicht wird, sollte die Option auch nicht erworben werden, beziehungsweise glattgestellt werden.

5.)  Option oder Optionsschein?

Zwischen beiden Varianten besteht ein großer Unterschied, im Grunde hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Eine Option ist ein Kontrakt zwischen zwei Marktteilnehmern, der klare und verbindliche Aussagen beinhaltet. Bei einem Optionsschein handelt es sich um ein Wertpapier, welches von einem Emittenten zu dessen Bedingungen ausgegeben wird. Ein Optionsschein ist mit einer Wertpapierkennnummer versehen und unterliegt Kursschwankungen.

Option Optionsschein
Kontrakt zwischen zwei Marktteilnehmern mit fest vorgegebenen Größen. Emittent ist in der Ausgestaltung frei. Produktgestaltung ist von Emittent zu Emittent verschieden.
Der Preis einer Option wird an der Börse, in Deutschland an der Eurex, durch Angebot und Nachfrage gebildet. Handel an der Euwax
Banken und Makler agieren als neutrale Market Maker Für Optionsscheine kann nicht immer die gewünschte Liquidität im Markt vorhanden sein, ein Verkauf ist nicht garantiert.
Stillhaltergeschäfte und Leerverkäufe sind möglich. Es können weder Stillhaltergeschäfte noch Leerverkäufe getätigt werden.

Der Handel mit Optionen, gerade auf Aktien, bietet die Chance, mit relativ niedrigen Einsätzen von der Kursentwicklung eines Wertpapiers zu profitieren. Auf der anderen Seite können Sie bei fallenden Märkten durch Put-Optionen ihr Depot absichern. Optionen sind im Vergleich zu Optionsscheinen sehr viel transparenter, eine Manipulation ist komplett ausgeschlossen. Bietet eine Bank einen Optionsschein an, stellt Sie den Kurs des Basiswertes praktisch gegen den Käufer des Scheins und hat ein Interesse daran, dass die unterstellte Kursentwicklung nicht eintritt.

Obwohl der Ausdruck Termingeschäft bei vielen Anlegern hochgezogene Augenbrauen verursacht, sind Optionen eine hochinteressante Variante der Geldanlage. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei einem entsprechenden Broker im Rahmen eines Demokontos die Funktionsweise nachzuvollziehen und die Chancen, aber auch die Risiken, auszuloten.

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Die Besteuerung von Kapitalerträgen

In Deutschland unterliegen alle Bürger vom Tag der Geburt der Steuerpflicht für alle Arten von Einkommen. Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach der Einkunftsart. In den meisten Fällen greift der persönliche Steuersatz der Einkommenssteuer. Gewerbetreibende müssen für den Gewerbeertrag, der 24.500 Euro im Jahr übersteigt, die kommunale Gewerbesteuer entrichten. Für Kapitalanlagen ist die Abgeltungssteuer maßgeblich.

Abgeltungssteuer unterscheidet nicht zwischen Zinsen und Kursgewinnen

Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Quellensteuer. Das bedeutet, dass die Besteuerung nicht erst über die Einkommenssteuererklärung erfolgt, sondern direkt bei Ausschüttung von Zinsen, Dividenden oder Kursgewinnen und wird direkt von der Bank, der Fondsgesellschaft, Bausparkasse oder dem Broker an die zuständigen Finanzbehörden abgeführt. Die Besteuerungsgrundlage ist für alle Anleger identisch. Die Höhe der Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent auf den Ertrag, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Eine weitere Besteuerung auf Kapitalerträge findet nicht mehr statt. Die Abgeltungssteuer wird auf folgende Erträge erhoben:

  • Zinsen aus Spareinlagen, Girokonten, Sparbriefen etc.
  • Zinsen aus Anleihen, Genussscheinen und Pfandbriefen und Kursgewinne bei Verkauf einer Anleihe, eines Genussscheins oder eines Pfandbriefs
  • Dividenden aus Aktienanlagen und Kursgewinnen bei dem Verkauf einer Aktie
  • Ausgeschüttete und thesaurierte Erträge aus Investmentfondsanteilen
  • Gewinne aus dem Handel mit Derivaten. Dazu zählen Zertifikate, Optionen und Optionsscheine.
  • Der Handel mit CFDs, Forex oder binären Optionen nimmt eine Sonderstellung ein.

Der Freistellungsauftrag

Das Steuerrecht sieht vor, dass eine bestimmte Summe an Kapitalerträgen steuerfrei bleibt. Die Höhe beläuft sich bei Alleinstehenden auf 801 Euro pro Jahr, bei verheirateten 1.602 Euro jährlich. Voraussetzung ist, dass der kontoführenden Bank ein sogenannter Freistellungsauftrag vorliegt. Für Familien mit Kindern ist es völlig legitim, Wertpapierdepots auf den Namen der Kinder einzurichten, da diese ebenfalls von der Freistellung profitieren. Mit diesem Vorgehen kann das Volumen der steuerfreien Kapitalerträge erhöht werden. Verfügt ein Anleger über mehrere Konten bei verschiedenen Banken, ist es möglich, den Freistellungsauftrag auf unterschiedliche Institute aufzuteilen.

Nicht alle Anleger erreichen im Rahmen der Einkommensteuererklärung einen persönlichen Steuersatz in Höhe von 25 Prozent. In diesem Fall kann die zu viel abgeführte Abgeltungssteuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht und zurückgeholt werden.

Die Verrechnung mit Verlusten

Bis vor einigen Jahren war es zulässig, die Gewinne und Verluste aus allen Geldanlagen gegeneinander aufzurechnen, so zum Beispiel Verluste aus Aktiengeschäften mit Zinserträgen aus dem Tagesgeld. Diese Option ist heute nicht mehr gegeben. Es können nur noch Gewinne und Verluste aus einer Wertpapiergattung miteinander verrechten werden. Den Dividenden aus Aktienzahlungen sind die Verluste aus einem Aktienhandel gegenüberzustellen. Sparzinsen können nicht mit Verlusten aus Wertpapiertrades verrechnet werden. Um dies buchhalterisch zu regeln, führen die Banken sogenannte Steuertöpfe. Dem Steuertopf für die Gewinne steht der jeweilige Verlusttopf gegenüber. Die Ergebnisse werden am Ende des Jahres saldiert, woraus sich die endgültige Steuerschuld ergibt.

Hat ein Steuerpflichtiger im laufenden Jahr einen Verlust erzielt, kann er diesen mit Gewinnen aus dem vorangegangenen Jahr verrechnen. Der abzugsfähige Verlust wird dabei vor allen anderen abzugsfähigen Aufwendungen berücksichtigt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, im Rahmen des gesonderten Feststellungsverfahrens einen Verlust vorauszutragen. Verluste aus dem laufenden Kalenderjahr können auf erwartete Gewinne im kommenden Jahr angerechnet werden. Der Verlustrücktrag muss aber sehr genau berechnet werden. Führt er dazu, dass ein Steuerpflichtiger unter den Steuerfreibetrag rutscht, kann dieser Betrag bei einem Verlustvortrag nicht mehr berücksichtigt werden.

Thesaurierende ausländische Investmentfonds – der Sonderfall

Ausschüttungen thesaurierender Fonds, also Erträge, die sofort wieder angelegt werden, behandelt das Finanzamt als ausschüttungsgleiche Erträge. Bei deutschen Fonds behält die Investmentgesellschaft die Abgeltungssteuer mit ein und führt diese direkt ab. Bei einem späteren Fondsverkauf wird die bereits gezahlte Steuer automatisch berücksichtigt. Anders verhält es sich bei Anteilsscheinen aus dem Ausland. Die Abführung der Abgeltungssteuer findet nicht statt, die thesaurierten Erträge sind zunächst steuerfrei. Verkauft ein Anleger nach einigen Jahren seinen Anteil, erfolgt die Besteuerung auf den gesamten Gewinn. Hier lauert jedoch eine Gefahr. Als steuerpflichtiger Bürger in Deutschland müssen auch die thesaurierten Auslandsgewinne im Jahr der Zahlung versteuert werden. Dazu müssen die Erträge in der jeweiligen Steuerklärung angegeben werden. Damit nun eine Doppelbesteuerung beim Verkauf der Anteile vermieden wird, muss der Anleger durch Vorlage seiner Steuerbescheide dem Finanzamt nachweisen, dass die thesaurierten Erträge bereits versteuert wurden. Wer der jährlichen Besteuerung der Erträge nicht nachkommt, nutzt eine Art der Steuerstundung, deren Zulässigkeit eigentlich die Finanzbehörden fallweise entscheiden. Es gibt bisher noch keine Rechtssprechung, welche den Fall der thesaurierenden Fonds aus dem Ausland rechtssicher stellt.

Da es nicht jedermanns Sache ist, Erträge aus ausländischen Wertpapieren in der Steuererklärung korrekt zu erfassen, stellt der Jahresdepotauszug des kontoführenden Instituts eine Hilfestellung dar. Zu jeder Position, sei es Gewinn oder Verlust, ist angemerkt, an welcher Stelle sie in die Anlage zur Steuerklärung übernommen werden muss.

CFDs, Forex und binäre Optionen

Die meisten Anbieter für den Handel mit CFDs, Forex und binären Optionen sitzen im Ausland. Vor diesem Hintergrund wird keine Abgeltungssteuer an die deutschen Finanzbehörden abgeführt. Hier ist es ebenfalls Sache der Anleger, ihrer Steuerpflicht im Rahmen der Einkommensteuererklärung nachzukommen. Der Gedanke, dass Gewinne im Ausland erwirtschaftet wurden, und daher in Deutschland nicht der Besteuerung unterliegen, ist leider falsch und führt zum Straftatbestand der Steuerhinterziehung.

Die auf diese Arten des Derivatehandels spezialisierten Broker mit Sitz in Deutschland gehen einen etwas anderen Weg als deutsche Banken. Sie ziehen die Steuer nicht direkt vom Gewinn ab, sondern zahlen die Erträge aus einem Trade zu 100 Prozent aus. Die Abführung der Zahllast erfolgt erst zum Ende des Kalenderjahres. Für den Trader hat dies den Vorteil, dass ihm über das Jahr mehr Geld für den Handel, praktisch als Kredit, zur Verfügung steht.

Anteilsscheine an geschlossenen Fonds

Auch wenn ein Anleger einen Anteilsschein an einem geschlossenen Fonds besitzt, so handelt es sich dabei nicht um ein Wertpapier. Die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds, gleich, ob es sich um Immobilien, Flugzeuge oder Schiffe handelt, hat einen rein unternehmerischen Rechtshintergrund. Der Anteilsinhaber ist kein Anleger im klassischen Sinn, sondern wird durch die Beteilung zum Unternehmer. Die Erträge werden mit dem persönlichen Steuersatz belegt.

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Die Risikoklassen bei Geldanlagen

Wer Geld investiert, möchte gerne wissen, mit welchem Risiko er investiert. Unstrittig ist, dass die Anlageberater der Banken gegenüber ihren Kunden häufig einen deutlichen Informationsvorsprung haben. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder dazu, dass Kunden in ein Produkt investierten, dessen Risikopotenzial nicht seinem Anlegerprofil entspricht. Der Anlagesektor selbst ist schon unübersichtlich, durch den grauen Kapitalmarkt wurde er völlig intransparent. Nicht jedes Anlageprodukt ist für jeden Sparer geeignet. Gerade diejenigen, welche erst am Beginn ihrer Anlegerkarriere stehen, müssen sich zunächst einmal zurechtfinden und sind eher sicherheitsorientiert.

Sparbücher und Tagesgelder kommen diesem Sicherheitsbedürfnis natürlich am nächsten, aber so ein bisschen mehr Rendite darf es natürlich auch sein. Die Einteilung von Wertpapieren in Risikoklassen gibt Anlegern einen gewissen Überblick, wie ein Papier oder eine Anlage einzustufen ist. In Deutschland wird zwischen fünf Risikoklassen unterschieden, wobei Risikoklasse eins die sicherste Variante darstellt. Wie wir bereits in unserem Abschnitt Anlegercharaktere beschrieben haben, bewegen sich Anleger in dem Dreieck zwischen Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Diese drei Faktoren spiegeln sich auch in den unterschiedlichen Risikoklassen wieder. Eine hohe Rendite preist auch die Risiken mit ein, eine schnelle Verfügbarkeit der Einlage geht zulasten der Rendite. Aktien können natürlich jederzeit verkauft werden, dies führt allerdings bei einem niedrigeren als dem Einstandskurs zu Verlusten.

Die Risikoklassen in der Übersicht

  • Risikoklasse 1: Sparbücher, Tagesgelder, Festgelder, Pfandbriefe, europäische Geldmarktfonds. Pfandbriefe nehmen gegenüber anderen Formen von Anleihen eine Sonderstellung ein, da sie durch Hypotheken besichert sind.
  • Risikoklasse 2: Anleihen mit guter Bonität, festverzinsliche Wertpapiere, Rentenfonds aus Europa, geldmarktnahe Fonds, Garantiezertifikate. Garantiezertifikate sind aufgrund ihrer Ausprägung jedoch mit Vorsicht zu genießen. Diese Anlageklasse beschreiben wir auf der Seite Zertifikate näher.
  • Risikoklasse 3: Aktien und Aktienfonds mit europäischen Titeln, Genussscheine, Währungsanleihen guter Bonität, internationale Aktienfonds mit Bluechipswerten, internationale Rentenfonds.
  • Risikoklasse 4: Aktien und Aktienfonds mit europäischen Nebenwerten, außereuropäische Aktien und Aktienfonds, Währungsanleihen mittlerer Bonität, Zertifikate.
  • Risikoklasse 5: Futures, Optionen, Optionsscheine, spekulative Anleihen, Aktien und Aktienfonds aus den Emerging Markets, internationale Aktiennebenwerte.

Risikoklassen und Anlageberatung

Wenn Sie ein Depot eröffnen, müssen Sie entsprechend Paragraf 34 Wertpapierhandelsgesetz ihre bisherigen Erfahrungen im Bereich der Geldanlage angeben. Für die Bank oder den Broker gilt, dass er sich ein umfassendes Bild von Ihren Kenntnissen machen muss. Aufgrund dieser Angaben erfolgt eine Einstufung in die entsprechende Risikoklasse. Anlageberater dürfen einem Kunden, der in der Risikoklasse 3 eingestuft ist, keine Produkte höherer Risikoklassen empfehlen. Möchten Sie als Anleger in einer höheren Risikoklasse investieren, müssen Sie schriftlich festhalten, dass dies auf eigenen Wunsch geschieht.

Als Kunde einer Direktbank liegt es ebenfalls bei Ihnen, wenn Sie die vorgegebene Risikoklasse ändern möchten. Normalerweise sollte ein Anschreiben an die Bank genügen, um eine Erhöhung der Risikoklasse zu erreichen.

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7 Tipps für den Forexhandel

Ihr Nachbar schwärmt vom Forexhandel oder Werbebanner im Internet haben Sie neugierig gemacht? Der Forexhandel gewinnt immer mehr Anhänger, birgt für Einsteiger aber einige Risiken, die schon vor dem ersten realen Handel bestehen. Wir wollen Ihnen hier einige Tipps geben, wie Sie den Einstieg in den Forexhandel erfolgreich starten können. Immerhin ist der Devisenmarkt mit 5,3 Billionen US-Dollars täglich der größte Markt der Welt. Aber so, wie ein Tomatenhändler in der Markthalle beim Einkauf die Ware prüft, um zu wissen, was er kauft, so muss ein Trader wissen, wann er wie einsteigen muss. Ebenso wie der Gemüsehandel setzt auch der Devisenhandel eine gewisse Kenntnis voraus.

1.)  Der Makler machts

Mit dem Anwachsen des Forexhandels stieg zwangsläufig auch die Zahl der Broker. Den richtigen Anbieter herauszufinden, stellt für Laien die erste Hürde dar. Bei der Auswahl sollten Sie die versprochenen Bonuszahlungen auf die Ersteinlage schlichtweg ignorieren. Es gibt handfeste Kriterien, welche deutlich schwerer wiegen, als ein Bonus. Dazu zählt, dass Ihnen der Broker ein möglichst zeitlich unbegrenztes Demokonto zur Verfügung stellt. Das Demokonto alleine ist aber nicht ausreichend. Die Kurse dort sollten ebenfalls in Echtzeit eingespielt werden, die Handelsplattform über alle Funktionalitäten wie die Plattform für das reale Handelskonto verfügen. Die Nutzung des Demokontos basiert auf den Lerninhalten, die Ihnen in Form von Videotutorials und Webinaren zur Verfügung gestellt werden. Nur so ist eine effiziente Ausbildung im Forex sichergestellt.

2.)  Non-Dealing Desk vs. Market Maker

Geben Sie einem Makler, der in Form eines Non-Dealing Desks agiert, im Zweifelsfall den Vorzug vor einem Market Maker. NDDs leiten die Kundenorders direkt in den Markt ein und stellen im Gegensatz zu einem Market Maker selbst keine Kurse. Bei einem NDD sind Sie sicher, dass ihre Order tatsächlich zu den marktgemäßen Preisen gehandelt wird, nicht zu einem Kurs, der ihrem Broker zupasskommt. NDDs sind deutlich transparenter.

3.)  Risikobegrenzung aktiv angehen

Der Forexhandel birgt das Risiko des Totalverlustes, beherzigen Sie diesen Sachverhalt. Wählen Sie daher einen Broker, der eine Stopp-Loss Funktion auf seiner Plattform integriert hat. Kein erfolgreicher Trader handelt ohne diese Funktion. Entscheiden Sie sich außerdem für einen Broker, der auf die Nachschusspflicht ausdrücklich verzichtet. Diese könnte entstehen, wenn der Verlust aus einem Trade die hinterlegte Margin übersteigt. Damit würde ein Verlust theoretisch im Falle eines Kurseinbruchs die Höhe der gehandelten Position erreichen. Handeln Sie darüber hinaus nur kleine Positionen. Es ist auf die Dauer erfreulicher, viele kleine Gewinne zu erwirtschaften, als in einer lange anhaltenden Verlustphase ab und an einmal einen überdurchschnittlich hohen Verdienst zu erzielen.

4.)  Grundlage ist die strategische Entscheidung

Der Kauf oder Verkauf eines Devisenpaares basiert auf einer anderen Grundlage als die emotionale Entscheidung für ein Auto. Handeln Sie immer und ausschließlich auf der Grundlage einer strategischen Entscheidung. Dies setzt natürlich voraus, dass Sie die Grundlagen dafür durch die Fähigkeit der Chartanalyse und des Erkennens von Handelssignalen im Rahmen ihrer Ausbildung geschaffen haben. Die Überlegung, eine Währung könnte ja ihren Kurs verbessern, ist keine Handelsgrundlage. Kenntnisse über währungspolitische Entscheidungen und volkswirtschaftliche Indikatoren sind Grundlage für einen Einstieg in einen Trade.

5.)  Automatische Handelssysteme

Es spricht, auch bei Einsteigern, nichts gegen die Nutzung automatischer Handelssysteme. Diese durchforsten den Markt nach Handelssignalen und setzen diese dann entsprechend der Vorgaben des Traders um. Diese Automatismen verhindern es aber nicht, dass Sie sich dennoch mit Strategien beschäftigen müssen und eigene Strategien entwickeln. Nur so können Sie die automatischen Systeme optimal einsetzen.

6.)  Öffentliche Geheimtipps?

Selbst ernannte Gurus bieten für teures Geld ihre geheimen Strategien preis. Wenn ein Geheimtipp aber öffentlich ist, ist er nicht mehr geheim. Warum sollten Sie also dafür Geld ausgeben? Wenn Sie Strategien erlernen möchten, stellt ihnen der Broker genügend Lehrmaterial zur Verfügung. Empfinden Sie dieses als nicht ausreichend, findet sich Fachliteratur im Buchhandel. Diese ist deutlich günstiger als die Tipps und Tricks unbekannter „Gurus“.

7.)  Geduld ist das A und O

Der Forexhandel ist schnell, sehr schnell. Um so mehr Zeit sollten Sie mitbringen, wenn Sie in dieses Geschäft einsteigen möchten. Geduld beim Erlernen der Handelsplattform und des Handwerkszeugs, Charttechnik, Handelssignale erkennen, die richtige Strategie wählen, ist die Grundvoraussetzung. Dafür steht Ihnen ein Demokonto zur Verfügung, welches Sie so umfassend wie möglich nutzen sollten. Es ist sinnvoller, einen Trade auszulassen, wenn Restzweifel an der strategischen Grundlage bestehen, als überstürzt zu investieren und dann aus dem Geld zu laufen. Je geduldiger Sie in diesem schnellen Markt agieren, um so erfolgreicher agieren Sie langfristig. Weitere Details gibt es in unserem Forexbereich oder beim Forex-Magazin.

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10 Tipps für CFDs-Einsteiger

Der Handel mit Differenzkontrakten boomt. Nicht nur darauf spezialisierte Broker bieten diese Form des Investments inzwischen an, auch renommierte deutsche Direktbanken stellen ihren Kunden das notwendige Werkzeug für diesen Handel zur Verfügung. Sie sind schon öfter über dieses Thema gestolpert, trauen sich aber noch nicht so recht daran? Vorweg: Der Handel mit CFDs birgt das Risiko des Totalverlustes. Aber dieses Risiko gehen jede Woche Millionen von Deutschen beim Lotto auch ein. Damit der Handel mit diesen Derivaten aber kein Glücksspiel ist, sondern als ernsthafte Anlageform betrieben werden kann, sollten Einsteiger einige Tipps berücksichtigen, um langfristig erfolgreich zu sein.

1.) Der Erfolg hängt vom Broker ab

Wenn Sie ein Handelskonto eröffnen möchten, studieren Sie sorgfältig die Brokerprofile. Nicht alles, was in der Werbung glänzt, ist auch Gold. Ein Broker, der kein Demokonto zur Verfügung stellt, und die Aus- und Weiterbildung auf einen FAQ-Katalog reduziert, kann kaum als seriös eingestuft werden. Hohe Bonuszahlungen auf die Ersteinlage für das Handelskonto klingen verlockend, haben aber auf den Erfolg beim Traden keinen Einfluss. Der Handel mit CFDs muss erlernt werden.

2.) Nutzen Sie das Demokonto

Bei der Auswahl eines Brokers haben Sie sich natürlich für einen Anbieter entschieden, der ein Demokonto, eBooks, Videotutorials und Webinare zur Verfügung stellt. Nutzen Sie das Demokonto, um sich mit der Handelsplattform vertraut zu machen und die theoretischen Kenntnisse aus den Schulungseinheiten in der Praxis umzusetzen. Üben Sie sich in Geduld, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und das Demokonto verhindert, dass Sie bei den ersten Schritten bereits Verluste machten. Natürlich ist es optimal, wenn das Demokonto zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht.

3.) Offizielle Geheimtipps gibt es nicht

Börsenbriefe, exklusive Insidertipps oder 100 Prozent sichere Handelssignale selbst ernannter Börsengurus sind zweifelhaft zu sehen. Vertrauen Sie darauf, sich selbst Strategien zu erarbeiten und eigene Analysen zu nutzen. Dafür gibt es das Demokonto, damit Sie die Materie Schritt für Schritt besser kennenlernen. Das reine Kopieren fremder Inhalte mag ab und zu vielleicht für einen Erfolg gut sein. Der Haken ist nur, wenn Sie sich nur auf andere verlassen, werden Sie selbst keine eigenen Erfolge erzielen.

4.) Non-Dealing Desks den Vorzug geben

Bei den Maklern wird zwischen zwei Kategorien unterschieden. Auf der einen Seite stehen die Market Maker, auf der anderen Seite die Non-Dealing Desks (NDD). NDDs haben den klaren Vorteil, dass sie die Order der Kunden direkt in den Markt weiterleiten. Der Preis wird hier durch echtes, marktbedingtes Angebot und die entsprechende Nachfrage gestellt. Der Verlauf Ihres Trades ist transparent. Market Maker dagegen stellen die Kurse unter Umständen selbst gegen ihre Kunden. Das bedeutet, wenn Sie zu einem bestimmten Kurs traden möchten, kann es sein, dass der Broker einen ungünstigeren Kurs stellt, es kommt zu einem Re-Quote und Sie müssen entscheiden, ob Sie darauf eingehen oder nicht. Ob der neue Kurs marktgerecht ist, bleibt fraglich.

5.) Reguliert oder nicht?

Die Finanzmarktkrise hat das Thema „Regulierung“ in die vorderen Reihen gespült. Bei der Wahl des Brokers sollten Sie nicht außer Acht lassen, ob, und wenn ja, wo der Broker reguliert wird. Immerhin tummeln sich auch einige Offshore-Anbieter im Web, deren Geschäftsgebaren nicht unbedingt transparent ist. Der Verwahrung der Kundengelder, die nicht in einer Margin gebunden sind, kommt ebenfalls Bedeutung zu. Diese sollten nicht bei dem Broker selbst, sondern bei erstklassigen Banken hinterlegt sein.

6.) Die Strategie überprüfen

Natürlich möchte jeder Trader eine Strategie finden, bei der er kontinuierlich hohe Gewinne ohne Verluste erzielt. Die Realität sieht jedoch anders aus. Automatische Handelssysteme bieten zwar auch Einsteigern hervorragende Unterstützung, allerdings muss auch hier die richtige Strategie zur Anwendung kommen. Um die Frustration zu vermeiden, ist es – auf jeden Fall zu Beginn – sinnvoller, ein Vorgehen zu wählen, welches möglichst kontinuierlich kleine Gewinne erwirtschaftet, als ein Vorgehen, welches in langen Verlustphasen ab und an überdurchschnittliche Gewinne erzielt. Der erste Ansatz ist auf jeden Fall psychisch weniger belastend.

7.) Jeder Markt ist anders

Der Handel mit CFDs basiert auf Aktien, Rohstoffen, Zinsen und anderen Underlyings. Jeder dieser Märkte hat seine Eigenheiten, selbst Rohstoffe unterscheiden sich untereinander. Machen Sie sich also mit dem jeweiligen Markt vertraut und versuchen Sie nicht, eine Strategie, die auf ein Segment passt, auf das andere anzuwenden. Was bei Aktien funktionieren mag, wird bei Rohstoffen schief gehen. Gold und Rohöl haben nur wenig Gemeinsamkeiten, ein Sachverhalt, der bei der Analyse der Charts schnell deutlich wird. Konzentrieren Sie sich zu Beginn nur auf eine Gruppe von Basiswerten und intensivieren Sie Ihr Wissen hier so weit, wie möglich.

8.) Verluste akzeptieren

Akzeptieren Sie, dass Sie auch Verluste machen werden. Diese Verluste können Sie aber in Grenzen halten. Der erste Schritt ist die Positionsgröße. Starten Sie nur mit kleinen Größen, im besten Fall mit maximal fünf Prozent ihres Handelskapitals. Nutzen Sie auf jeden Fall die Stopp-Loss Funktion, um Verluste zu begrenzen. Bei der Auswahl des Brokers ist es wichtig, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der eine Nachschusspflicht ausschließt. Diese kann entstehen, wenn der Verlust aus einem Trade die hinterlegte Margin übersteigt. Damit könnte ein Trade zu einem Fass ohne Boden werden.

9.) Hohe Hebel bergen ein hohes Risiko

Ein Hebel von 400 : 1 ist schon verlockend – immerhin kann hier eine Positionsgröße von 100.000 Euro mit nur 250 Euro gehandelt werden. Eine Eigenkapitalquote von weniger als fünf Prozent ist allerdings kritisch, sollte der Trade nicht im Geld verlaufen. Experten vertreten einstimmig die Meinung, dass ein solcher Einsatz keine ernst zunehmende Spekulation auf eine Kursveränderung darstellt, sondern reinen Glücksspielcharakter hat. Sinnvoller ist es, mit einem kleineren Hebel eben auch eine kleinere Position zu handeln.

10.) Selbstzweifel sind nicht angebracht

Auch wenn die Erfolge auf dem Demokonto den Schritt in den realen Handel rechtfertigen, werden Sie nicht umhin kommen, auch Verluste realisieren zu müssen. Am Anfang wird dies wahrscheinlich häufiger der Fall sein als geplant, trotz aller Vorbereitung durch Tutorials, eBook-Studien und Webinaren. Akzeptieren Sie diese Verluste als Lehrgeld, als Investition für spätere, aufgrund mehr Erfahrung und souveränerem Umgang mit den Tools erzielte Gewinne.

Der Handel mit CFDs ist spannend und ab einem gewissen Punkt auch ertragreich. Voraussetzung ist allerdings die Disziplin, Vorgaben umzusetzen und nicht emotional zu agieren. Selbst gesetzte Grenzen müssen eingehalten werden, die Geduld für die Ausbildung ist ein absolutes Muss. Mehr über CFDs…

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Wie findet man den richtigen CFD-Broker?

Das Interesse privater Anleger am Handel mit Derivaten steigt ungebrochen. Kein Wunder also, dass sich inzwischen eine Vielzahl von CFD-Brokern am Markt platziert hat. Wie in jedem Geschäftsbereich finden sich qualitativ hochwertige Anbieter, aber auch der eine oder andere Dienstleister, der eher der Grauzone zuzuordnen ist. Anleger, gerade Neueinsteiger in diesem Metier, stehen vor der Herausforderung, unter den qualitativ guten Anbietern denjenigen herauszufiltern, der ihren Ansprüchen am nächsten kommt. Die Auswahlkriterien lassen sich im Vorfeld filtern, die Brokerübersicht zeigt die Vorteile eines jeden Anbieters auf. Je größer die Schnittmenge mit den eigenen Erwartungen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, den persönlich richtigen CFD-Broker gefunden zu haben.

Die Auswahlkriterien

Für Einsteiger im CFD-Handel gelten bei der Auswahl des richtigen Brokers andere Grundlagen, als für einen fortgeschrittenen Trader, der nach einer Alternative zu seinem bisherigen Anbieter sucht. Der wesentlichste Punkt steht daher in unserer Liste an erster Stelle.

Die Grundlagen

  • Das Demokonto

Der CFD-Handel muss erlernt werden. Niemand kann sich an den PC setzen und sofort erfolgreich traden. Einsteiger müssen sich mit den Funktionalitäten der Handelsplattform vertraut machen. Chartanalyse, das Erkennen von Handelssignalen und die Anwendung der richtigen Handelsstrategie sind das Ergebnis eines Ausbildungsprozesses. Grundlage für die Ausbildung ist ein zur Verfügung gestelltes Demokonto. Bietet ein Broker kein Demokonto an, heißt es für Einsteiger „Finger weg“. Ohne Demokonto in den Handel einzusteigen, bedeutet von Anfang an ein hohes Verlustrisiko.

  • Ausbildung und Weiterbildung

Seriöse Broker legen großen Wert auf eine umfassende Ausbildung ihrer Kunden. Diese kann nicht aus einem FAQ-Katalog und einem eBook bestehen, sondern umfasst Tutorials, Webinare und Seminare. Im Idealfall bietet der Dienstleister ein Videoarchiv, in dem sich Neueinsteiger jederzeit, losgelöst vom Seminarfahrplan, entsprechende Lehrfilme anschauen können. Mit der Einführung in die Grundlagen der Handelsplattform und der Chartanalyse ist es aber noch nicht getan. Anspruchsvolle Trader möchten sich weiterentwickeln. Ein Tennisspieler, der soweit ist, dass er den Ball über das Netz und zwischen die Linien spielen kann, steht erst ganz am Anfang seiner sportlichen Entwicklung. Gleiches gilt für CFD-Trader. Marktpsychologie, differenzierte Strategien und weitergehende Analysetools müssen mit der Zeit erlernt werden.

Einsatz und Kosten

  • Der Einsatz

Der CFD-Handel ist ein Hebelgeschäft. Je höher der Hebel ausfällt, um so niedriger ist der notwendige Kapitaleinsatz. In der Höhe des Hebels liegen gravierende Unterschiede zwischen den Brokern. Während die einen einen Aktien-CFD mit einem Hebel von 1 : 20 anbieten, stellen die anderen den gleichen Trade mit einem Hebel von 1 : 40 zur Verfügung, immerhin für die Hälfte des einzusetzenden Geldes. Ebenfalls deutliche Unterschiede finden sich in der Ersteinzahlung auf das Handelskonto. Während einige Broker gänzlich darauf verzichten, erwarten andere einen vierstelligen Betrag für die Kontoeröffnung. Dies sollte Einsteiger aber nicht abschrecken. Interessanterweise sind es in der Regel die Broker, deren Serviceangebot auch zu den Spitzenleistungen zählt und die nicht nur auf schrille Werbung setzen.

  • Die Kosten

Broker arbeiten nach einem betriebswirtschaftlichen Grundsatz, sie wollen und müssen Geld verdienen. Im CFD-Handel basiert der Ertrag des Anbieters auf dem sogenannten Spread, der Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Die Höhe des Spreads bestimmt die Kommission, die der Anleger an den Broker abführen muss. Der Spread variiert sehr stark und stellt bei der Suche nach dem richtigen CFD-Broker ein wesentliches Entscheidungskriterium dar. Neben dem Spread fallen für Aktien-CFDs häufig noch zusätzliche Kommissionen an. Diese betragen in der Regel zwischen 0,08 Prozent und 0,1 Prozent des gehandelten Volumens. Einige wenige Broker verlangen auch für den Indexhandel eine zusätzliche Kommission.

Wird eine Position über Nacht gehalten, muss der Betrag verzinst werden. Die zugrunde gelegten Zinssätze sind ebenfalls nicht einheitlich.

  • Einlagensicherung

Die meisten der Broker sind durch eine europäische Aufsichtsbehörde reguliert. Die Einlagensicherung greift nach den jeweiligen Standards und weicht teilweise von der EU-Richtlinie ab. Anders verhält es sich bei den deutschen Anbietern. Zum einen fallen sie unter die Regulierung durch die Bafin, zum anderen ist die Einlagensicherung anders geregelt. Auch wenn die deutschen Anbieter nicht die aggressive Werbung wie beispielsweise die zyprischen Institute betreiben, finden sich einige deutsche Häuser im CFD-Geschäft. Neben Varengoldbank FX stellen unter anderem die Comdirect oder der s-Broker seinen Kunden den CFD-Handel zur Verfügung.

Der Handel

  • Die Basiswerte

Grundlage für den CFD-Handel sind Basiswerte. Dabei handelt es sich um Aktien, Rohstoffe, Zinsen, Indizes und Anleihen. Je größer die Auswahl an Basiswerten ist, um so größer ist natürlich die Chance, sich zu spezialisieren. Einsteiger sollten dem allerdings zu Beginn nicht all zu viel Gewicht beimessen, sondern sich zunächst auf die großen Indizes und Bluechips konzentrieren. Deren Volatilität ist geringer, der Trade somit besser kalkulierbar.

  • NDD oder Market Maker

Bei den Brokern wird zwischen zwei Gruppen unterschieden. Die eine Gruppe fällt unter den Begriff Non-Dealing Desk (NDD). Diese Unternehmen leiten die Orders ihrer Kunden direkt in den Markt ein, ohne selbst auf die Kurse Einfluss zu nehmen. Viele Trader geben dem Non-Dealing Desk aufgrund der größeren Transparenz den Vorzug. Die andere Gruppe, Market Maker, stellen selbst die Kurse gegen ihre Kunden. In der Vergangenheit wurde ab und zu Kritik laut, dass der Trader nicht sicher sein kann, dass der Kurs des Market Makers auch tatsächlich der Realität entspricht.

  • Die Handelsplattform

Fast alle Broker bieten ihren Kunden als Handelsplattform den MetaTrader 4 an. Nur wenige Finanzdienstleister setzen ausschließlich auf eigene Entwicklungen. Wichtig ist, dass die Handelsumgebung optimal an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann und automatische Handelssysteme auf Wunsch integriert werden können. Wichtig, aber nicht immer die Regel, ist das Bereitstellen von Echtzeitkursen.

Immer populärer wird das sogenannte Social Trading, welches sich gerade bei Einsteigern großer Beliebtheit erfreut. Trendsetter war hier die Plattform eToro. Trader können im Social Trading die Deals anderer Anleger eins zu eins in ihre Orderbücher kopieren und profitieren damit von der Erfahrung der Profis.

  • Der mobile Handel

Zu jeder Zeit von jedem Ort in das CFD-Geschäft eingreifen zu können, spielt für immer mehr Trader eine immer größere Rolle. Bei der Umsetzung gibt es allerdings auch große qualitative Unterschiede. Während einige Anbieter einen betriebssystemübergreifenden Zugang über einen Webbrowser zur Verfügung stellen, können Kunden anderer Häuser betriebssystemoptimierte Apps nutzen. Diese unterscheiden nicht nur zwischen iOS und Android, sondern auch zwischen iPhone und iPad und unterstützen darüber hinaus auch noch Windows Phone und Blackberry.

Der Brokervergleich auf Handel.com

Der Brokervergleich geht auf alle die hier aufgeführten Punkte ausführlich ein und stellt die Vor- und gegebenenfalls auch die Nachteile des jeweiligen Anbieters in den Fokus. Damit bietet sich eine umfassende Entscheidungshilfe bei der Suche nach dem richtigen CFD-Broker.

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Wie findet man den richtigen binäre Optionen Broker?

Seit einigen Jahren bahnen sich binäre Optionen immer mehr den Weg, eine anerkannte Anlageklasse zu werden. Binäre Optionen fallen unter die Gruppe der Derivate, bieten allerdings Renditen in einer Größenordnung zwischen 50 und 500 Prozent. Der kontinuierliche Zuwachs in diesem Marktsegment führt natürlich auch dazu, dass sich eine kaum noch übersichtliche Anzahl an Brokern im Markt bewegt. Für Interessierte und Neueinsteiger stellt sich die Frage, wie sie den richtigen binäre Optionen Broker finden. Es kann nicht geleugnet werden, dass es auch in dieser Gruppe durchaus Anbieter gibt, deren Geschäftsverhalten in der Vergangenheit schon Kritik hervorgerufen hat. Der Brokervergleich auf Handeln.com bietet eine Entscheidungshilfe und beschäftigt sich ausschließlich mit den seriösen Unternehmen.

Die Auswahlkriterien

Bei der Suche nach dem richtigen Broker für den Handel mit digitalen Optionen gibt es natürlich einige Kriterien, welche berücksichtigt werden müssen. Diese unterscheiden sich, sucht ein Einsteiger eine Geschäftsverbindung oder ist der Trader bereits im Handel erfahren. Es ist bei den Brokern üblich, hohe Boni auf die Ersteinzahlung zu leisten. Dieser Fakt sollte bei der Brokerauswahl aber nur zweitrangig sein, gerade für Anfänger gibt es wichtigere Gründe für die Wahl.

Die Grundlagen

  • Das Demokonto

Der Handel mit binären Optionen unterscheidet sich gerade bei Aktien und Indizes deutlich von dem, was Anleger im klassischen Geschäft kennen. Hier spielt vor allem die Zeit eine Rolle, da binäre Optionen von weniger als einer Minute dauern können. Laufzeiten von mehreren Wochen sind eher unüblich, in der Regel wird eine offene Position am selben Tag geschlossen. Vor diesem Hintergrund ist ein Demokonto ein absolutes Muss, um sich mit den Märkten und der Funktionsweise der Handelsplattform vertraut zu machen. Einige Broker promoten nicht die Möglichkeit eines Demokontos, eröffnen dieses aber auf Anfrage hin.

  • Ausbildung und Weiterbildung

Weniger gut aufgestellte Broker belassen es dabei, ihren Kunden einen FAQ-Katalog als Ausbildungsmöglichkeit für den Einstieg zur Verfügung zu stellen. Andere bieten ein eBook an. Beides ist eindeutig zu wenig, um sich in die Materie einzuarbeiten. Wer denkt, dass binäre Optionen ein Handel mit schnellem Geld sind, irrt. Das Traden setzt eine solide Ausbildung voraus, die am ehesten über Webinare und Videotutorials erreicht werden kann. Bei der Suche nach dem richtigen Broker für den Handel mit binären Optionen ist dies ein absolutes Auswahlkriterium. Chartanalyse, das Erkennen von Kaufsignalen und Strategieauswahl lernt man nicht durch einen FAQ-Katalog.

Einsatz und Kosten

  • Der Einsatz

Voraussetzung für den Handel mit binären Optionen ist ein Handelskonto bei einem Broker. Die Eröffnung des Kontos setzt eine Mindesteinzahlung voraus, die je nach Broker zwischen 100 und 250 Euro oder US-Dollars beträgt. Die Eröffnung des Kontos, die Führung und die Schließung sind kostenlos. Unterschiede gibt es allerdings bei den Auszahlungen. Hier berechnen die Anbieter durchaus Gebühren, wenn über die vertraglich festgehaltene Auszahlungsfrequenz Verfügungen vorgenommen werden.

Der Handel selbst ist bei binären Optionen mit absoluten Kleinstbeträgen möglich. Auch wenn der Mindesteinsatz für den klassischen Handel in der Regel bei zehn Euro liegt, reicht die Bandbreite bei den Anbietern von einem Euro bis hin zu 25 Euro. Lediglich im High-Yield Geschäft wird eine Mindestgröße von 100 Euro oder US-Dollars aufgerufen.

Ein Wort noch zu den Bonuszahlungen – diese sind natürlich verlockend. Gerade Einsteiger stolpern jedoch immer wieder darüber. Der Bonus kann erst ausgezahlt werden, wenn er um ein Vielfaches im Handel umgesetzt wurde. Teilweise sind die Vorgaben seitens der „exotischen“ Anbieter sehr eng gesetzt, so dass eine Auszahlung von vorneherein fast unmöglich wird. Für Einsteiger gilt, Demokonto und Ausbildung stehen bei der Auswahl des richtigen binäre Optionen Brokers im Vordergrund.

  • Einlagensicherung

Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind die Broker in Zypern oder Großbritannien ansässig. Bislang ist nur ein deutsches Unternehmen, FXFlat mit Sitz in Ratingen, bekannt. Die Einlagensicherung bei den Zyprioten und Briten fällt gemäß der MiFID aus, Guthaben auf den Konten sind in der Regel allerdings eher übersichtlich gehalten. Die Regulierung erfolgt in den meisten Fällen durch die CySEC, FSA oder ASIC. Näheres dazu findet sich in der jeweiligen Brokeranalyse.

Der Handel

  • Die Basiswerte

Beim Handel mit binären Optionen gilt, je größer die Auswahl an Basiswerten ist, um so mehr Chancen bestehen für die Anleger. Einsteiger sollten sich aber zu Beginn auf einige wenige Werte, vorzugsweise Bluechips konzentrieren. Deren Kursverläufe sind leichter prognostizierbar als der Kurs eines mexikanischen Bauunternehmens. Im Handel selbst ist es zu Beginn auch vorteilhaft keine all zu kurzen Verfallsdauern zu wählen, da der Trend leicht durch eine kurze Gegenbewegung unterbrochen werden kann.

  • Die Handelsplattform

Bei den Handelsplattformen gibt es deutliche qualitative Unterschiede. Broker, die nicht auf hauseigene Systeme zurückgreifen, bieten in der Regel SpotOptions an. Der Nachteil bei den Plattformen ist die relativ ungenaue Wiedergabe der Chartverläufe. Gerade beim Handel mit Devisenpaaren stellt sich dies immer wieder als problematisch heraus. Sinnvoll ist daher die gleichzeitige Eröffnung eines Kontos bei einem Forexbroker, um die Analysetools dort zu nutzen. Diese sind ungleich präziser.

  • Der mobile Handel

Natürlich spielt bei binären Optionen auch der mobile Handel inzwischen eine gewichtige Rolle. Qualitativ gute Broker bieten ihren Kunden auf die Betriebssysteme abgestellte Apps, zumindest für iOS und Android. Außerdem sollte eine webbasierte Handelsplattform zur Verfügung stehen. Bietet ein Broker keine mobile Handelsmöglichkeit an, muss er nicht schlecht sein, es deutet aber darauf hin, dass der Servicegedanke nicht optimal ausgeprägt ist.

  • Die Absicherungsmöglichkeiten

Die Rendite preist auch beim Handel mit binären Optionen das Risiko mit ein. Renditen über 50 Prozent bedeuten auch, dass das Risiko nicht unerheblich ist. Ein Broker ohne jegliche Absicherungsmöglichkeit steht im Grunde nicht zur Diskussion. Zahlreiche Broker für binäre Optionen stellen von vorneherein eine Absicherung von bis zu 15 Prozent auf das eingesetzte Kapital zur Verfügung. Auch wenn der Trade aus dem Geld läuft, erhalten die Anleger diesen Prozentsatz auf jeden Fall zurück. Alternativ sollte die Möglichkeit bestehen, den Trade bei negativem Verlauf auf den nächsten Verfallszeitpunkt zu verlängern. Positiv fällt bei einem Anbieter auf jeden Fall in das Gewicht, wenn er seinen Kunden die Möglichkeit eines vorzeitigen Verkaufs im Sinne der Gewinnabsicherung einräumt.

Der binäre Optionen Brokervergleich auf Handeln.com

Aufgrund der hohen Renditen wird der Handel mit binären Optionen von vielen kritisch gesehen und als Finanzwette abgetan. Das ist nicht ganz richtig, wenn sich Einsteiger die Mühe machen und einen Broker mit Demokonto und umfangreicher Ausbildung für die Geschäftsbeziehung auswählen. Welche Broker diese Voraussetzungen für einen erfolgreichen Handel erfüllen, zeigen die Analysen der vorgestellten Anbieter. Damit kommt Licht in das Dunkel der Brokerlandschaft und angehende Trader finden eine wertvolle Hilfestellung bei der Auswahl des künftigen Geschäftspartners.

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Wie findet man den richtigen Forexbroker?

Der Devisenhandel ist der größte Marktplatz der Welt. Rund 5,3 Billionen US-$ werden durchschnittlich am Tag umgesetzt. Das Geschäft ist schnell und ermöglicht es auch bei fallenden Kursen, Gewinne zu erzielen. Während der Spothandel reale Handelspositionen voraussetzt, kann im Forexhandel über einen Hebel mit vergleichsweise geringem Einsatz ein hohes Kapital bewegt werden. Es ist nicht verwunderlich, dass sich immer mehr private Anleger für diese Art des Derivatehandels begeistern. Es steht gerade für Einsteiger aber die Frage im Raum, wie sie den richtigen Forexbroker finden. Die Anzahl ist inzwischen fast schon unübersichtlich, bei der Auswahl geht es natürlich auch darum, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Die Auswahlkriterien

Wer sich auf die Suche nach dem richtigen Forexbroker macht, muss natürlich wissen, welches die zu berücksichtigenden Auswahlkriterien sind. Viele der Broker, in der Regel Häuser mit Sitz auf Zypern oder offshore, werben mit hohen Bonuszahlungen auf die Ersteinlage. Diese Boni sollten allerdings, gerade für Einsteiger im Forex-Handel, absolut zweitrangig behandelt werden. Erfolgreiches Trading hängt nicht vom Bonus, sondern von anderen Kriterien ab.

Die Grundlagen

  • Das Demokonto

Der erste Einstieg in den Handel mit Devisen ist das Demokonto. Dieses kann bei seriösen Anbietern eröffnet werden, ohne dass ein reales Handelskonto eingerichtet werden muss. Das Demokonto ist die einzige Möglichkeit, sich mit dem Handel und der Handelsumgebung vertraut zu machen, ohne mögliche Anfangsverluste zu riskieren. Obwohl es weitverbreitet ist, ein Demokonto zur Verfügung zu stellen, sehen einige Anbieter immer noch davon ab. Für Anfänger im Forexhandel bedeutet dies, dass sie einem anderen Broker den Vorzug geben sollten. Andernfalls ist eine Umsetzung der Lerninhalte nicht möglich.

  • Ausbildung und Weiterbildung

Der Handel mit Devisen hat seine eigenen Gesetze. Wer nur mal eben eine Position eröffnet und hofft, dass es bei einer 50 : 50 Chance schon gut gehen wird, wird am Ende des Tages Verluste realisieren. Um erfolgreich handeln zu können, bedarf es einer soliden Ausbildung. Diese beinhaltet das Lesen und Interpretieren von Charts, das Erkennen von Handelssignalen und die Auswahl der richtigen Strategie. Gute Broker stellen ihren Kunden mehr als nur ein eBook zur Verfügung. Webinare und Tutorials sind die Grundlage für die anfängliche Arbeit mit dem Demokonto. Es sollten auch Videoarchive zur Verfügung stehen, um sich losgelöst vom Webinarkalender die benötigten Informationen holen zu können. Für fortgeschrittene Anleger sind Präsenzseminare, wie sie beispielsweise von dem Ratinger Broker FXFlat angeboten werden, eine hervorragende Möglichkeit zum Meinungsaustausch mit anderen Tradern. Für fortgeschrittene Anleger stehen tiefer gehende Marktanalysen und die Psychologie der Börsen im Fokus der Weiterbildung. Bei der Suche nach dem richtigen Forexbroker gilt, dass Aus- und Weiterbildung hohes Gewicht bei dem jeweiligen Anbieter haben.

Einsatz und Kosten

  • Der Einsatz

Die Eröffnung eines Handelskontos und das Traden selbst sind natürlich mit Kosten verbunden. Fast alle Broker verlangen bei Eröffnung eines Handelskontos eine Mindesteinzahlung. Diese kann 100 Euro, aber auch mehrere Tausend Euro betragen. Dabei hängt die Höhe der Mindesteinlage nicht nur vom gewählten Kontomodell ab. Auch wenn die Ersteinlage zunächst einmal als vergleichsweise zu hoch eingeschätzt wird, lohnt ein Blick auf diese Anbieter dennoch. Es sind in der Regel die Häuser, welche den Devisenhandel nicht in Form einer Jahrmarktsbude, wie bei einigen Exoten üblich, aufziehen, sondern als ernstes Geschäft, welches überdurchschnittliche Dienstleistungen des Anbieters voraussetzt. Für den Handel selbst wird eine sogenannte Margin benötigt. Diese ergibt sich aus dem Hebel des Trades. Die Hebel variieren von Anbieter zu Anbieter und betragen je nach Währungspaar in der Breite zwischen 1 : 20 und 1 : 400. Je höher der Hebel angesetzt ist, um so niedriger ist der tatsächlich zu erbringende Kapitaleinsatz.

  • Die Kosten

Natürlich spielen bei der Suche nach dem richtigen Forexbroker auch die Kosten, der Spread, eine Rolle. Der Spread wird im Devisenhandel auf Grundlage der Pips berechnet. Unter den Pips versteht man die letzte Nachkommastelle einer Währung. Je höher die Anzahl der Pips ist, um so höher fällt der Spread aus. Abhängig vom Anbieter wird der Spread als fixe Größe oder als variable Zahl genannt. Die Zahl der zugrunde gelegten Pips richtet sich wiederum nach dem gehandelten Währungspaar. Es ist also durchaus hilfreich, sich bei den einzelnen Brokern die Tabelle mit den Spreads anzuschauen.

Falls eine Position über Nacht offen gehalten wird, muss der Trader darauf Zinsen bezahlen. Die Höhe des Zinssatzes schwankt von Broker zu Broker. Auch hier empfiehlt sich ein direkter Vergleich.

  • Einlagensicherung

Die meisten Broker sind auf der Mittelmeerinsel Zypern beheimatet. Die Einlagensicherung greift im Forex jedoch nicht nach der EU-Richtlinie, sondern ist deutlich niedriger angesetzt. Die Kundengelder werden bei Drittbanken verwahrt. Etwas anders verhält es sich bei deutschen Anbietern. Diese sind teilweise Mitglieder im Einlagensicherungsverband der deutschen Banken und bieten damit eine deutlich größere Sicherheit.

Der Handel

  • Die Währungspaare

Natürlich steigt die Attraktivität eines Brokers mit der Anzahl der zur Verfügung gestellten Währungspaare. Einsteiger sollten auf diesen Punkt aber zunächst keine Rücksicht nehmen und ihre Erfahrungen mit den großen Währungen sammeln. Diese sind deutlich weniger volatil als beispielsweise ein kenianischer Schilling. Teilweise bittere Erfahrungen mussten beispielsweise die Trader sammeln, die auf Bitcoins gesetzt hatte. Die Kursentwicklung dieser synthetischen Währung ist absolut intransparent.

  • NDD oder Market Maker

Im Forexhandel existieren zwei Brokermodelle. Zum einen handelt es sich dabei um die Market Maker. Diese stellen die Kurse selbst gegen ihre Kunden. Kritiker halten diesem Modell vor, dass es dem Trader einen Nachteil beschert, da er nicht weiß, wie realistisch der Kurs im Vergleich zum tatsächlichen Marktpreis zum Zeitpunkt der Ausführung ist. Lehnt der Makler den aufgerufenen Kundenkurs ab, kommt es zu einem Re-Quote, einem neuen Kursaufruf. Ob dieser für den Kunden allerdings vorteilhaft ist, bleibt die Frage. Auf der anderen Seite steht das Modell des Non-Dealing Desks. Bei dieser Vorgehensweise ist der Broker tatsächlich ein echter Makler, der die Order des Kunden direkt in den Markt weitergibt. Der Vorteil ist hier, dass echte, transparente Angebot- und Nachfragekurse bestehen und darüber hinaus eine deutlich größere Liquidität vorhanden ist.

  • Die Handelsplattform

Für einige Anleger spielt die Handelsplattform auf der Suche nach dem richtigen Forexbroker ebenfalls eine Rolle. Schon seit vielen Jahren hat sich der MetaTrader 4 als Standard etabliert. Diese Plattform kann durch Tausende von Apps komplett individualisiert werden und erlaubt auch den vollständig automatisierten Handel mittels eines Expert Advisors (EA). Broker, die mit hauseigenen Handelsumgebungen arbeiten, stellen diese Tools nicht unbedingt zur Verfügung.

Zunehmendes Gewicht finden die Plattformen, die Social Trading allgemein oder das Tool Mirror Trader zulassen. In beiden Fällen besteht für die Anleger die Möglichkeit, Trades andere Anleger eins zu eins in ihr Orderbuch zu kopieren und damit von der Erfahrung der professionellen oder semiprofessionellen Trader zu profitieren.

  • Der mobile Handel

Nicht nur bei Aktiendepots kommt dem mobilen Handel inzwischen besondere Bedeutung zu. Auch wenn der vollautomatische Handel mit Devisen die Präsenz des Trades am PC überflüssig macht, möchten viele Anleger auch von unterwegs Zugriff auf die Handelsplattform haben. Hier unterscheiden sich die Broker deutlich. Während die einen sehr differenzierte Apps für die einzelnen Betriebssysteme zur Verfügung stellen, beschränken sich andere lediglich auf einen mobilen Webzugang.

Der Forexbrokervergleich auf Handel.com

Mit dieser Übersicht lässt sich der Forexbrokervergleich auf Handel.com leicht angehen. Alle hier genannten Punkte werden in den einzelnen Brokeranalysen berücksichtigt und mit ihren Stärken und Schwächen vorgestellt. Damit steht gerade Einsteigern im Forexhandel ein Hilfsmittel zur Verfügung, aus der Vielzahl der Anbieter den richtigen Forexbroker zu finden.